Die Gerüchte kursieren schon seit langer Zeit, ebenso wie die Befürchtung, den Standort Oberhausen könnte das gleiche Schicksal wie Berlin ereilen. Nun gab die Stage Entertainment bekannt: „Tarzan“ wird von Stuttgart nach Oberhausen transferiert und feiert im November 2016 seine Premiere im Stage Metronom Theater, wo es die Nachfolge des Webber-Musicals „Das Phantom der Oper“ antritt. Der Vorverkauf startet bereits heute, das genaue Premierendatum wurde noch nicht bekannt gegeben.

„Tarzan“ ist somit das aufwändigste je in Oberhausen präsentierte Musical, worüber sich auch Komponist Phil Collins sehr begeistert zeigt: „Das macht mich unglaublich stolz! Seit 1995 ist TARZAN zu einem Teil meines Lebens geworden. Es ist einfach unglaublich, dass das Musical in Deutschland ein derart großer Publikumsmagnet ist und 2016 endlich auch in die Metropole Ruhr kommt. Das ist alles, was man sich als Komponist erträumt. Es ist, als wenn ein Kind heranwächst.“

Laut der Pressemitteilung des Produzenten Stage Entertainment standen wohl auch Paris, Moskau oder Mailand für einen Transfer des Disney-Musicals zur Diskussion. Dass sich letztlich Oberhausen gegen diese prominenten Städte durchsetzte, sei ein großer Vertrauensbeweis für den Standort, von dem sowohl Disney als auch Stage Entertainment überzeugt seien, so Uschi Neuss, Geschäftsführerin von Stage Entertainment Deutschland.

Oberhausen ist bereits die dritte Station für „Tarzan“ in Deutschland, das im Oktober 2008 im Stage Theater Neue Flora Premiere feierte und nach fünf Jahren erfolgreicher Laufzeit im Herbst 2013 ins Stuttgarter Apollo Theater umzog.

Als Nachfolgeproduktion für „Tarzan“ im Stage Apollo Theater steht das Musical „Mary Poppins“ bereit. Zwar gab es hierzu von Stage Entertainment noch keine offizielle Verlautbarung oder Pressekonferenz, aber die offizielle facebook-Seite von „Tarzan“ hat die fliegende Nanny bereits verkündet und gleichzeitig zum Kindercasting aufgerufen. Somit bliebe Disney dem Standort Stuttgart zumindest erhalten.

Beitragsbild: © Stage Entertainment/Morris Mac Matzen

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Stephan Huber
„Das Musical sollte alles sein, was es sein möchte. Wer es nicht mag, soll zu Hause bleiben.“ (Oscar Hammerstein II.)

Lieblings-Musical(s): „Once“, „Memphis“, „Hamilton” und der All-Time-Favorite: „Elisabeth“
Lieblings-Komponist: Lin-Manuel Miranda
Lieblings-Texter: Brian Yorkey
Musical-Fan seit: „Elisabeth” (Essen)
An Musicals fasziniert mich: Die Einheit von Story, Musik und Tanz. Musicals transportieren das, was Worte nicht mehr ausdrücken können. Ich brauche kein ausladendes Bühnenbild oder riesige Show-Effekte – eine leere Bühne, eine starke Stimme und ein ergreifender Song – DAS ist für mich das pure Musical-Theater.