Nach 14 Jahren und mehreren großen Flops am Londoner West End stellt Stage Entertainment die Musicalproduktion im Vereinigten Königreich ein.

Eine umfassende Umstrukturierung des Unternehmens, bei der 350 bis 400 von insgesamt 2.650 Stellen gestrichen werden sollen, verfolgt das Ziel, Stage Entertainment wieder profitabel zu machen. Der Konzern berichtete, dass er in der Saison 2014/2015 einen Verlust von 9,1 Millionen Euro machte und die Einnahmen um 32 Millionen auf 482 Millionen Euro zurückgingen.

Maarten van Nispen, ein Sprecher von Stage Entertainment sagte, dass das Unternehmen momentan nicht mehr aktiv in London produziere.

We have stopped producing from now. That is something that could always be reactivated, but for now that is the situation,

so seine genauen Worte.

Laut dem Unternehmen wird eine internationale Basis von Stage Entertainment in England aufrecht erhalten, mit dem Fokus auf die Entwicklung, Finanzierung und Unterstützung europäischer Projekte. Damit soll der Name der Stage Entertainment UK erhalten bleiben, die weiter ein essentieller Teil der internationalen Stage Entertainment sein soll, so das Unternehmen weiter.

Tali Pelman, Dan Hinde, Fiona Pearce und Victoria Butler sollen weiter in London arbeiten. Das Büro von Stage Entertainment UK am Strand in London wurde jedoch bereits geschlossen und insgesamt vier Mitarbeiter, darunter Managing Director Rebecca Quigley, entlassen.

Nispen sagt weiter, dass diese Mitarbeiter von Stage Entertainment im Vereinigten Königreich bereits über das baldige Ende ihrer Karriere bei dem Unternehmen informiert wurden.

2002 hatte Stage Entertainment die Musicalproduktion in England aufgenommen. Zuletzt stellten sich Musicals wie „Made in Dagenham“ und „Anything Goes“ als phänomenale Flops heraus. Das Ende der Produktion in England ist somit Teil einer größeren Unternehmensumstrukturierung, welche in Folge der Übernahme von 60 Prozent der Unternehmensanteile von Stage-Entertainment Gründer Joop van den Ende durch das Luxemburger Finanzunternehmen CVC Capital Partners in Deutschland seinen Anfang nahm.

Denn erst kürzlich wurde bekannt, dass nach einer Standortprüfung von CVC der Betrieb des Theaters am Potsdamer Platz in Berlin von Stage Entertainment eingestellt wird, da das Theater nicht mehr genug Gewinn abwirft. Außerdem wurde erst kürzlich die Schließung der Joop van den Ende Academy bekannt gegeben.

Beitragsbild: © Kulturpoebel

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Marina Pundt
"After silence, that which comes nearest to expressing the inexpressible is music." - (Aldous Huxley)

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Lieblings-Komponist: Jeder, der es schafft, mich mit seiner Musik zum Tanzen oder zum Weinen zu bringen. Oder beides gleichzeitig.
Lieblings-Texter: Stephen Trask
Musical-Fan seit: … ich entdeckt habe, dass es Musicals mit Tiefgang und Rock-Musik gibt.
An Musicals fasziniert mich: … wie Energie und Emotionen durch Musik, Schauspiel und Tanz von der Bühne in den Publikumsraum übertragen werden.