Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wird am 03. März 2016 das neue Musical-Theater „First Stage“ in Hamburg Altona seine feierliche Eröffnung erleben – unweit des Hauptsitzes der Stage School Hamburg, welche auch als Betreiber fungieren wird.

Damit wird das ehemalige Kino Kina einem neuen Zweck zugeführt, der Saal wurde komplett entkernt, das Dach für etwa 200.000 Euro erneuert. Dieses kulturelle Projekt kommt ganz ohne staatliche Förderung aus, die Stage School unter ihrem geschäftsführenden Gesellschafter Thomas Gehle zahlt „lediglich“ 100.000 Euro, der Mietvertrag läuft über 20 Jahre.

279 Sitzplätze soll das neue Theater fassen und vor allem den eigenen Absolventen eine Bühne für erste Performance-Erfahrungen bieten. Laut Gehle soll das Theater erstmal mit eigenen Veranstaltungen bespielt werden, aber letztlich auch durch mindestens 20 Fremdvermietungen pro Jahr finanziert werden.
In zwei bis drei Jahren sollen gut 200 Veranstaltungen auf dem Spielplan stehen und neben dem Schwerpunkt Musical sind auch Tournee-Produktionen, Comedy und Sprechtheater möglich.

Vom 04. Bis 12. März 2016 soll es gleich mit neuen „Monday Night Performances“ (12,35 Euro pro Ticket) losgehen, ehe der Broadway-Klassiker „42nd Street“ von 30 Darstellern im Zeitraum 27. Juni bis 15. Juli 2016 als großes Showcase mit Live-Musik in deutscher Sprache präsentiert wird.
Ebenfalls in Planung: „Buddy Holly Reloaded“ soll vor der Sommerpause aufgenommen werden.

Das First Stage soll eine Art Off-Broadway in Hamburg konstituieren: „Es sollte abseits der großen „Mainstream-Musicals“, die alle ihre Berechtigung haben, auch einen sogenannten Off-Broadway geben, ja, es muss – Wo Musicals gespielt werden, die unter Umständen nicht Millionen Menschen ansprechen, sondern auch individuelle Zielgruppen“, so Geschäftsführer Gehle. Sicherlich wird ihm auch klar sein, dass ein Hamburger Off-Broadway nicht nur von einem Theater gebildet werden kann und der Vergleich in diesem Stadium der Planung sicherlich etwas übertrieben wirkt. Dennoch klingt sein Konzept, eben kleineren, intimeren Musicals eine Plattform zu verschaffen sehr vielversprechend, beeindruckend und unbedingt lobenswert, weil es solche Formate und Theater in Deutschland bisher selten bis gar nicht gibt.

Hiermit schafft sich die Stage School vor allem aber auch im Vergleich zu anderen nationalen Musical-Schulen einen Wettbewerbsvorteil, bzw. holt zu anderen Schulen wie der Theaterakademie August Everding in München auf. Diese ermöglicht es ihren Absolventen, ebenfalls reichlich Erfahrung im eigenen Prinzregententheater, dem Akademietheater oder in Kooperation mit dem Deutschen Theater und den Münchner Staatstheatern zu sammeln.

Die Stage School Hamburg ist Deutschlands größte, private, unabhängige Bühnenfachschule.

Link zum Artikel des Hamburger Abendblattes: http://www.abendblatt.de/hamburg/article207021841/Im-Maerz-bekommt-Hamburg-eine-neue-Musical-Buehne.html

Beitragsbild: © Linke

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Stephan Huber
„Das Musical sollte alles sein, was es sein möchte. Wer es nicht mag, soll zu Hause bleiben.“ (Oscar Hammerstein II.)

Lieblings-Musical(s): „Once“, „Memphis“, „Hamilton” und der All-Time-Favorite: „Elisabeth“
Lieblings-Komponist: Lin-Manuel Miranda
Lieblings-Texter: Brian Yorkey
Musical-Fan seit: „Elisabeth” (Essen)
An Musicals fasziniert mich: Die Einheit von Story, Musik und Tanz. Musicals transportieren das, was Worte nicht mehr ausdrücken können. Ich brauche kein ausladendes Bühnenbild oder riesige Show-Effekte – eine leere Bühne, eine starke Stimme und ein ergreifender Song – DAS ist für mich das pure Musical-Theater.