Das 2008 erschienene Album „Stadtaffe“ von Peter Fox wird ab dem 23. November 2016 in der Neuköllner Oper Berlin als Musical, wörtlich als „ein Trip mit den Songs von Peter Fox‘ „Stadtaffe““, auf die Bühne gebracht.

Das Buch zu „Affe“ stammt von John von Düffel und Fabian Gerhardt in einer Bearbeitung von Fabian Gerhardt. Regie führt Fabian Gerhardt, für die Arrangements bzw. die musikalische Leitung ist Fred Sauer verantwortlich. Um die Ausstattung und die Choreografie kümmern sich Michael Graessner und Stella Caric. Vincent Stefan steuert die Videoinstallationen bei. Das Ensemble besteht aus Amy Benkenstein, Sohel Altan Gol, Sergej Lubic, Achan Malonda, Anton Weil und Rubini Zöllner.

Die Handlung

„Schwarz zu Blau“, das ist das Morgengrauen über Berlin in den schon legendären Textzeilen von Peter Fox über den Nachhauseweg nach einer exzessiven Partynacht durch versiffte Straßen. Für F., den Helden des Stückes, verwandelt sich das Blau des beginnenden Morgens allerdings wieder in Schwarz. Er verliert das Bewusstsein – und erwacht umgeben von Klinikweiß. F. hat seinen „Kopf verloren“ und versucht ihn wiederzufinden. Doch das ist nicht so einfach, wenn alles weg ist: Handy, Perso, Erinnerung. Die Suche nach den fehlenden Puzzlestücken seiner Vergangenheit und Identität führt F. immer tiefer ins Herz der Finsternis der Stadt, oder das, was er in seinem Zustand dafür hält. Hier begegnet er nicht nur dem Stadtaffen, der über den Exzessen thront, sondern auch dem Biest in sich – seinem eigenen zweiten Gesicht. Findet F. wieder zurück in das, was wir das normale Leben nennen?

Das Album „Stadtaffe“ stieg in der 42. Kalenderwoche 2008 auf Platz 4 ein und erreichte nach über vier Monaten Platz 1 der Charts. Bisher hat es sich in Deutschland über 1,3 Millionen Mal verkauft (Stand: Juli 2016) und gehört damit hierzulande zu den meistverkauften Alben. Single-Auskopplungen waren die Songs „Alles neu“, „Haus am See“ und „Schwarz zu blau“.

„Affe“ ist vom 23. November 2016 bis zum 5. Januar 2017 in Berlin zu sehen.

Mehr Informationen gibt es unter http://neukoellneroper.de/.

Beitragsbild: © Matthias Heyde

 

TEILEN
Vorheriger ArtikelInterview mit Laure Achouline-Cousin: „Letztendlich spielt man für das Publikum.“
Nächster ArtikelNews: Serkan Kaya verletzt sich bei Proben für „Hinterm Horizont“ schwer
Marina Pundt
"After silence, that which comes nearest to expressing the inexpressible is music." - (Aldous Huxley)

Lieblings-Musical(s): "Hedwig and the Angry Inch", "Next to Normal", "American Idiot", “Once”
Lieblings-Komponist: Jeder, der es schafft, mich mit seiner Musik zum Tanzen oder zum Weinen zu bringen. Oder beides gleichzeitig.
Lieblings-Texter: Stephen Trask
Musical-Fan seit: … ich entdeckt habe, dass es Musicals mit Tiefgang und Rock-Musik gibt.
An Musicals fasziniert mich: … wie Energie und Emotionen durch Musik, Schauspiel und Tanz von der Bühne in den Publikumsraum übertragen werden.