„Hamilton“ ist das zweite Erfolgswerk des amerikanischen Komponisten und Librettisten Lin-Manuel Miranda. Es erzählt die Lebensgeschichte eines der Gründervater der Vereinigten Staaten von Amerika, Alexander Hamilton, und brach schon nach kurzer Zeit mehrere Rekorde. Was machte dieses Musical so schnell zu einem Publikumsliebling? Und warum ist es mehr als ein Musical mit Hip-Hop Musik? Unser Musical des Monats August 2017.

Als ich vor zwei Jahren auf YouTube auf „Hamilton“ gestoßen bin, war mir erst nicht klar, dass dies der Beginn einer langen Reise werden würde: Von der Geschichte der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika über die Amerikanische Revolution, der Hip-Hop Kultur der 1990er Jahre, der Bürgerrechtsbewegung zuvor bis hin zu Themen wie Rassismus, kulturelle Identität und vor allem den Fragen: Was kann und sollte das Musical-Theater von heute? Und ist es möglich mit so einem Werk die Ansichten der Menschen vielleicht ein Stück weit zu verändern?

Eines der ersten Videos, das ich sah, war Lin-Manuel Mirandas Auftritt bei der Veranstaltung „An Evening of Poetry, Music and Spoken Word“, die im Jahr 2009 im Weißen Haus stattfand. Zu dieser Zeit feierte Miranda gerade seinen ersten großen Broadway-Erfolg mit „In the Heights“ und war eigentlich eingeladen, um Songs aus eben diesem Musical vorzutragen. Doch stattdessen trat er mit einem bis dato unbekannten Song in die Öffentlichkeit, der später die Eröffnungsnummer von „Hamilton“ werden würde. Begleitet wurde er an diesem Abend von dem späteren musikalischen Leiter der Produktion und langjährigen Freund, Alex Lacamoire und begann seinen Auftritt mit den einleitenden Worten: „I’m actually working on a hip-hop album – a concept album – about the life of someone who embodies hip-hop, Treasury Secretary Alexander Hamilton.“

Für diese Ankündigung erntete er reichlich Gelächter. Doch sobald er die ersten Zeilen des Songs rappte, wurde schnell allen klar, dass es sich keineswegs um einen Witz handelte. Mit diesem Auftritt gewann er überdies zwei seiner größten Fans: Michelle und Barak Obama. Auch mir war nach diesem Auftritt klar, dass ich da auf etwas Tolles gestoßen war und mich ließ dieses Video in den nächsten Tagen nicht los. Zum Glück gab es zu diesem Zeitpunkt schon einige Interviews mit Miranda auf YouTube, da das Musical bereits Off-Broadway seine umjubelte Premiere gefeiert hatte. Je mehr ich mich mit diesem Musical auseinandersetzte, desto mehr wollte ich auch über die Hintergründe erfahren. Und so war eine der ersten Fragen, die sich mir stellte:

Wer war Alexander Hamilton?

Alexander Hamilton – Porträt von John Trumbull (1806)

Alexander Hamilton wurde – vermutlich – im Jahr 1757 auf der karibischen Insel Nevis geboren. Seine ersten 17 Lebensjahre waren nicht einfach. Er wuchs als uneheliches Kind auf, denn seine Mutter war noch vor seiner Geburt ihrer tyrannischen Ehe entflohen. Sein Vater verließ die Familie als Hamilton acht Jahre alt war. Dennoch hielt Alexander in seinem weiteren Leben durch Briefe den Kontakt zu ihm aufrecht. Seine Mutter starb zwei Jahre später an einem tropischen Fieber. Zusammen mit seinem Bruder kam er bei einem Cousin der Familie unter, der sich wiederum das Leben nahm. Der Vater des Cousins nahm sich der Kinder an, verstarb aber selbst kurz darauf. Aufgrund der familiären und gesellschaftlichen Umstände waren Alexander und sein Bruder in keinem der Fälle erbberechtigt und Alexander wurde klar, dass er es aus eigener Kraft schaffen musste.

Er begann, Gedichte zu schreiben und gab diese dem Chef der regionalen Zeitung mit der Bitte, sie zu veröffentlichen, wenn sie denn gut genug seien. Und so erschienen ab 1771 immer wieder Gedichte von Alexander in dieser Zeitung. Ein wichtiges Ereignis in Hamiltons Leben war ein Hurrikane, der am 31. August 1772 über seine Heimatstadt St. Croix fegte. In einem Brief an seinen Vater schilderte er das Erlebte. Dieser Brief wurde durch den Journalisten Hugh Knox in der Zeitung veröffentlicht und machte dem Journalisten außerdem Alexanders Talent im Umgang mit Worten bewusst. Hugh Knox setzte sich daraufhin dafür ein, den Jungen auf das Festland schicken, um dort eine bessere Ausbildung erhalten zu können. So konnte Alexander Hamilton im Alter von 17 Jahren seine Heimat verlassen und mit einem Schiff nach New York und in die britischen Kolonien fahren.

Auf dem Festland angekommen, bekam Hamilton die Möglichkeit, das Kings College (die spätere Columbia Universität) zu besuchen. Für jemanden, der aus finanziellen und gesellschaftlich schlechten Verhältnissen kam, gab es zu dieser Zeit eigentlich nur zwei Wege gesellschaftlich aufzusteigen: Eine Karriere beim Militär oder eine Heirat in eine reiche Familie. Alexander Hamilton erreichte beides.

Während der Amerikanischen Revolution bewies er großes strategisches Geschick und wurde unter anderem zu George Washingtons rechter Hand. Im Jahr 1780 lernte Alexander die Tochter des Generals Philip Schuyler, Elizabeth Schuyler kennen. Die beiden heirateten noch im selben Jahr.

Nach dem Ende seiner Militärkarriere begann er sich noch mehr für die Politik einzusetzen. Er absolvierte ein Jurastudium, wurde Mitglied des kontinentalen Kongresses und war maßgeblich an der Erstellung der „Federalist Papers“ beteiligt. Er entwickelte das Konzept für die erste Bank in New York, welche 1784 ihre Türen öffnete und wurde zum ersten Finanzminister der Vereinigten Staaten gewählt.

Als Philadelphia zur Hauptstadt des Staates ernannt wird, zieht Alexander ohne seine Familie dorthin, um näher am politischen Geschehen sein zu können. Dort wird er von der 23-jährigen Maria Reynolds aufgesucht, die ihn um Hilfe bittet, ihren Mann verlassen zu können. Was mit finanziellen Zuwendungen begann, endete in einer einjährigen Affäre. Die Affäre wurde von Maria Reynolds Ehemann aufgedeckt und ging als einer der ersten Sex-Skandale in die Geschichte der amerikanischen Politik ein. Alexander beendete daraufhin seine politische Karriere und kehrte zu seiner Familie nach New York zurück.

1804, am Morgen des 11. Juli wurde Alexander Hamilton in Weehawken, New Jersey von seinem jahrelangen Rivalen Aaron Burr in einem Schießduell schwer verwundet. Ganz in der Nähe der Stelle, in der sein Sohn Philip – ein paar Jahre zuvor – in einem Duell ums Leben gekommen war, um die Ehre seines Vaters zu verteidigen. Aaron Burr, seinerzeit Vizepräsident unter Thomas Jefferson und Alexander standen jahrelang in Konkurrenz um die wichtigen Positionen. Burr fühlte sich von Hamilton immer übertrumpft, da es Letzterem gelang, die Positionen zu bekommen, welche eben auch Burr angestrebt hatte. Was den Vorgang des Duells betrifft, gibt es unterschiedliche Berichterstattungen: Die Einen meinen, dass nur Burr geschossen habe und dass sich – als er Hamilton traf – ein Schuss aus dessen Waffe löste, welcher Burr jedoch verfehlte. Andere sind sich nicht sicher, ob sich überhaupt ein Schuss aus Hamiltons Pistole löste. Fakt ist allerdings, dass Alexander getroffen wurde die Verletzung durch die Kugel so schwerwiegend war, dass Alexander Hamilton 31 Stunden nach dem Duell mit Burr am 12. Juli 1804 im Alter von 49 Jahren starb.

„Hamilton“ das Musical

Lin-Manuel Miranda orientierte sich mit der Handlung seines Musicals an der Hamilton-Biographie von Ron Chernow. Ich habe mir diese Biographie im letzten Jahr auch einmal vorgenommen und je mehr ich über Alexander Hamilton, seine Zeitgenossen und die historischen Ereignisse der damaligen Zeit erfuhr, desto mehr wurde mir klar, vor welch einer Herausforderung Lin-Manuel Miranda gestanden haben muss. Mit „Hamilton“ hat Miranda einen sehr komplexen Protagonisten zur Vorlage, aber auch die Biografien von Thomas Jefferson, George Washington oder auch Elizabeth und Angelica Schuyler sind sehr reich an Informationen, die für eine Figurenentwicklung nicht irrelevant sind. Der Stoff würde vermutlich für zehn Musicals reichen. So wunderte es mich nicht, dass Miranda acht Jahre gebraucht hat um das Musical fertig zu stellen. Nicht genug, dass er diese Komplexität in ein knapp Drei-Stunden-Stück bringen musste, Miranda hatte ferner auch den Anspruch, von den Historikern unserer Zeit ernst genommen zu werden. Ron Chernow war somit während der gesamten Entwicklungsphase ein wichtiger Ansprechpartner.

Wenn man sich das Libretto des Musicals vornimmt, hat man das Gefühl, Miranda wollte einen Rekord aufstellen in der Kategorie: „Wie viele Wörter passen in ein Broadway-Musical“. Das Musical besteht nämlich aus etwa 24.000 Wörtern. Das sind mehr Wörter als in „Der Kaufmann von Venedig“ und in „Macbeth“ zu finden sind. Die Figur Alexander Hamilton rappt außerdem mehr Wörter als König Lear zu sagen hat.

Das „Hamilton“ schon nach kurzer Zeit zu einem Megaerfolg wurde, ist unbestreitbar. Das Musical war nach kurzer Zeit so beliebt, dass auf dem Schwarzmarkt Karten zu Preisen eines Kleinwagens zu finden waren. Allein im November 2016, ein paar Monate nachdem es vom Off-Broadway an den Broadway gezogen war, spielte das Musical innerhalb von acht Aufführungen 3,3 Millionen Dollar (3,1 Millionen Euro) ein. Miranda und sein zweites Musical gewannen viele Preise. Darunter einen Grammy Award in der Kategorie „Best Musical Theatre Album“ sowie den Pulitzer Preis für Theater. Außerdem war das Musical im Jahr 2016 für 16 Tony Awards nominiert und gewann davon elf, unter anderem auch in der Kategorie „Bestes Musical“.

Mittlerweile läuft das Musical nicht nur erfolgreich am Broadway, seit September 2016 läuft es auch in Chicago. Im März 2017 begann eine Amerika-Tour des Musicals und eine zweite Tour ist für Anfang des Jahres 2018 geplant. Im November 2017 wird „Hamilton“ am Londoner West End Premiere feiern und auch Stage Entertainment zeigte bereits Interesse an einer niederländischen und deutschen Fassung des Werkes. Im Februar 2017 bestätigte Miranda außerdem, dass eine Film Adaption, welche auf dem Musical basieren soll, bereits in Planung ist.

Im Dezember 2016 wurde das ursprünglich geplante Mixtape-Album veröffentlicht, auf welchem verschieden Künstler Stücke aus dem Musical sowie davon inspirierte Songs covern. Bei den MTV’s Video Music Awards 2017 gewann K’naan’s „Immigrants (We Get the Job Done)“ featuring Residente, Riz MC & Snow Tha Product den Preis in der Kategorie „Fight Against the System“. Und im August 2017 wurde eine „Hamilton“-App auf den Markt gebracht.

Warum aber wurde dieses Musical über den Proto-Immigranten zu einem solchen Megaerfolg?

„Who lives? Who dies? Who tells your story?“

Dieses Musical befasst sich nicht nur mit einer Revolution. Es beinhaltet sogar drei. Die erste Revolution befindet sich in der Handlung selbst: Die Amerikanische Revolution im 18. Jahrhunderts in den USA bei der Alexander Hamilton und die anderen Figuren des Musicals ein wichtiger Bestandteil waren.

Die zweite Revolution findet sich in der Musik des Musicals: Es werden unterschiedliche Stile als musikalische Mittel verwendet, um die Handlung zu unterstützen. Als musikalisches Fundament für sein Musical verwendet Miranda Hip-Hop Musik. Die Verwendung dieses Musikstils für ein Musical mag dem ein oder anderen etwas merkwürdig erscheinen. Aber sieht man Hip-Hop Musik unter dem Aspekt eines revolutionären Musikstils im Zusammenhang mit der Geschichte der USA, wirkt seine Entscheidung durchaus schlüssig. Miranda selbst sagte in einem Interview, dass für ihn Hip-Hop und Rap die Musik der Revolution sei.

Hip-Hop ist eine zeitgenössische Musikform, die sich in den 1970er Jahren in New York City entwickelte. Dieser Musikstil hat seine Ursprünge im soziologisch-kulturellen Kontext der Zeit nach der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahren und ist ein Ergebnis der in den USA geborenen Afroamerikaner sowie der ersten und zweiten Generation Latinos und Immigranten mit karibischen Wurzeln. In der Hip-Hop-Kultur geht es darum, sich eine Stimme zu verschaffen, sei es, um auf gesellschaftliche oder politische Missstände aufmerksam zu machen oder um seiner Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen. Aus genau diesen Gründen kamen Miranda beim Lesen von Hamiltons Biografie auch Hip-Hop Songs in den Kopf. Denn genau das hat Alexander Hamilton getan: Er schrieb sich wortwörtlich aus seinem gesellschaftlichen Status Quo heraus. Seine Wortgewandtheit war sein Leben lang die mächtigste Waffe, die er besaß.

Die Musik sehe ich als Brücke zwischen den Kulturen. Zwar ist die amerikanische Geschichte Teil der weißen und schwarzen Kultur, aber die Handlung des Stückes, Alexander Hamiltons Leben, spiegelt vor allem die Lebens- und Entwicklungsgeschichte der weißen Kultur. Durch die von Miranda verwendete Hip-Hop Musik, welche in der schwarzen Kultur entstanden ist, wird vermittelt, dass die Geschichte der Gründerväter nicht nur die Geschichte der weißen sondern auch der schwarzen Kultur ist. Dadurch soll auf der Bühne die Rassentrennung, die zu der Zeit der Amerikanischen Revolution durch die Sklaverei geherrscht hat, aufgehoben werden. Denn ab der Post-Baby-Boomer-Generation, sind die amerikanischen Kinder ohne die Rassentrennung aufgewachsen. Zu dieser Generation gehört auch Lin-Manuel Miranda. Mit seinem Musical setzt er ein Zeichen, dass man trotz der historischen Vergangenheit zu einem Land zusammengewachsen ist und dass einem auch mit der amerikanischen Revolution eine gemeinsame Geschichte gehört. Denn ohne diese Revolution hätte sich Amerika nicht von England getrennt und wäre nicht zu dem geworden, das es heute ist.

Miranda hat sich aber nicht nur Musiker aus dem Hip-Hop zum Vorbild für sein Musical genommen. Der Song „You’ll be back“ hat nicht nur Ohrwurm-Qualität, sondern ist auch an die Musik der Beatles angelehnt. Gesungen wird dieser Song von der Figur King George III. und ist quasi ein Trennungs-Song an die britischen Kolonien, welche sich von England unabhängig machen wollen. Wenn man genau zuhört, ist eine Gitarren Hommage an „Getting Better“ und eine Anlehnung im Vibraphone an „Penny Lane“ zu erkennen. Auch diese musikalische Entscheidung ist durchaus schlüssig, wenn man den historischen Kontext bedenkt. Als Europäer und nicht aktiver Teil der Revolution wäre es nicht logisch gewesen, den englischen König auf die Bühne zu stellen und ihn rappen zu lassen. Durch diesen Bruch in der Musik wird der Unterschied zwischen den zwei Kontinenten deutlich. Der König mit seiner verhalten fröhlichen Melodie und dem britischen Akzent wirkt sehr vornehm im Vergleich zur harten und sehr rhythmischen Hip-Hop-Musik. Ein weiterer Musikstil wird in dem Song „What’d I miss“ der Figur Thomas Jefferson als musikalisches Mittel verwendet, um die Handlung zu unterstützen. Der zweite Akt beginnt im Jahr 1789, dem Jahr von Jeffersons Rückkehr in die USA. Jefferson ist eine ganze Generation älter als Hamilton und war den größten Teil der Amerikanischen Revolution als Botschafter in Frankreich gewesen. Für Jeffersons Rückkehr in die USA hat Miranda dem Song „What’d I miss“ einen sehr jazzigen Sound verliehen. Da Jefferson durch seine Abwesenheit den größten Teil der Amerikanischen Revolution verpasst hat, hat er – im übertragenden Sinne – die musikalische Entwicklung vom Jazz zum Hip-Hop und zum Rap nicht mitbekommen.

Bedenkt man eben Alexander Hamiltons Leben und auch die politischen und gesellschaftlichen Umstände aus welchen sich die Hip-Hop Musik entwickelt hat, macht es Sinn, dass sich Miranda für die von ihm verwendeten Musikstile entschieden hat.

Mit einem Gefühl von Gemeinschaft und Einigkeit hat Miranda eine Revolution in den Herzen der Menschen ausgelöst. Denn in diesem Musical wird die Geschichte nicht neu erfunden, sondern erneuert. Die historischen Begebenheiten, wie sie im Musical gezeigt werden, sind so geschehen. Nur dass man auf der Bühne nicht ausschließlich weiße Darsteller sieht, sondern mit einem gemischtrassigen Cast die Bevölkerung der USA von heute wiedergespiegelt wird. Die Themen von damals könnten gut auf die heutige Zeit und die heutige Gesellschaft in Amerika übertragen werden. Dadurch fällt es dem Publikum leicht, sich mit dem Geschehen auf der Bühne zu identifizieren. Mit diesen Aspekten trifft Miranda einen Nerv seiner Zeit.

Ein solches Kunstwerk hat tatsächlich die Möglichkeit, etwas in einer Gesellschaft zu verändern. Ihr bewusst zu machen, was ihr fehlt oder auch, was sie schon geworden ist. Und somit die kulturelle Identität zu beeinflussen und ihr eigenen Weg zu weisen.

Musicals wie „Hamilton“ sind für mich Futter für die Seele. Nicht nur, dass ich mich damit lange beschäftigen kann und nach knapp zwei Jahren immer noch neue Aspekte entdecke und es mir Freude macht, mich immer tiefer mit der Materie zu beschäftigen. Für mich haben solche Werke auch das Potential, unsere Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Selbst wenn es nur ein Abend voller guter Unterhaltung sein sollte oder sie für die kommende Generation von Komponisten und Librettisten als Inspiration dienen, etwas Neues zu wagen, auch wenn die Idee am Anfang vielleicht verrückt wirkt.

Beitragsbild: © Joan Marcus / PR

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Brigitte Schumacher
„A film, a piece of theatre, a piece of music, or a book can make a difference. It can change the world.“ – (Alan Rickman)

Lieblings-Musical(s): „Elisabeth“, „Grease“, „Hamilton“, „Miss Saigon“, „Phantom der Oper“, „Rent“ und „West Side Story“
Lieblings-Komponist:Leonard Bernstein, Andrew Lloyd Webber, Lin-Manuel Miranda und Sylvester Leavy
Lieblings-Texter: Lin-Manuel Miranda und Jonathan Larson
Musical-Fan seit: Ich in meinem Kinder-und Jugendchor mit ca. 10 Jahren Medleys von „Grease“ und den Andrew Lloyd Webber Musicals gesungen habe.
An Musicals fasziniert mich: Neben der Verbindung unterschiedlicher Arten der darstellenden Künste in einem Genre, finde ich die Entwicklung des Musicals von seinen Ursprüngen bis heute spannend. Anders als im klassischen Musiktheater, kann hier passend zum Plot eines Werkes zeitgenössische Musik verwendet werden. Dadurch können ganz bestimme Emotionen, Assoziationen und Verknüpfungen zwischen einem Stück und seinem Publikum hergestellt werden.