Noch bis Januar 2018 ist das gefeierte Rock-Musical „Hedwig and the Angry Inch“ in der Brotfabrik Frankfurt zu erleben. Michael Kargus, der die Titelrolle der schillernden Rock-Chanteuse übernimmt, spricht im Interview mit KULTURPOEBEL.de über die größten Herausforderungen, denen er sich in dem Stück stellen muss und Traumrollen im Musical-Genre. 

Interview: Stephan Huber
Kamera: Agnes Wiener
Schnitt: Niklas Wagner

Michael Kargus – Von „Cabaret“ zu „Hedwig and the Angry Inch“

Der gebürtige Frankfurter absolvierte seine Ausbildung an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg. Sein erstes Engagement führte ihn nach Berlin an die Bar Jeder Vernunft. Dort spielte er über zwölf Jahre hinweg die Rolle des Conférenciers in der erfolgreichen Vincent Paterson-Inszenierung von „Cabaret“. Michael Kargus gehörte ebenfalls zu den deutschen Originalbesetzungen von „WICKED“ und Monty Pythons „Spamalot“, worin er die Rolle des Prinzen Herbert spielte. In Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ verkörperte er bei den Luisenburg Festspielen den Puck. Er spielte Riff Raff in verschiedenen Produktionen der „Rocky Horror Show“, war als A-Rab in „West Side Story“ zu sehen, spielte „HAIR“, „La Cage aux Folles“, „Jesus Christ Superstar“ und stand zuletzt als Johann Tetzel in der Uraufführung von „Luther-Rebell Gottes“ auf der Bühne. Michael Kargus lebt in Berlin und ist auch als Synchronsprecher tätig.

Mehr Informationen unter www.michaelkargus.com

Michael spielt die Rolle der Hedwig noch an folgenden Terminen:

  •  21. Oktober 2017
  • 15. und 16. Dezember 2017
  • 20. und 21. Januar 2018

„Hedwig and the Angry Inch“

1998 als kleine Off-Broadway-Show uraufgeführt, hat das Punk-Glam-Country-Rock-Musical „Hedwig and the Angry Inch“ seinen Siegeszug um die Welt angetreten.

Von dem Kult-Charakter dieses unvergleichlichen Musicals zeugen eine Verfilmung (2001), die sogar den Regiepreis beim renommierten Sundance Film Festival gewonnen hat, und ein Tribute-Album, auf dem Stars wie Yoko Ono, Rufus Wainwright und Cyndi Lauper zu hören sind.

„The best rock musical ever.“ – Rolling Stone

Die Broadway-Produktion mit „How I Met Your Mother“-Star Neil Patrick Harris in der Hauptrolle wurde 2014 mit vier Tony Awards (Musical-Oscars) ausgezeichnet.

Die Handlung

Die talentierte, doch international ignorierte Rock-Chanteuse Hedwig wird auf ihrer Welttournee mit der eigenen tragikomischen Vergangenheit konfrontiert: Als Hänsel Schmidt in Ost-Berlin aufgewachsen, überredet sie der amerikanische GI Luther zur Übersiedlung in die USA und zur Geschlechtsumwandlung. Leider geht diese katastrophal schief und von ihrem Glied bleibt ein „Angry Inch“ zurück. Verlassen und ausgenutzt, weder Mann, noch Frau führt sie ihr Weg nun in die Frankfurter Brotfabrik. Sie ahnt nicht, dass dieses Konzert ihr Leben für immer verändern wird.

Tickets gibt es online unter www.hedwig-frankfurt.de/tickets sowie an allen bekannten ADticket-Vorverkaufsstellen und telefonisch unter 0180 60 50400*.

*(0,20 €/Anruf aus dem dt. Festnetz; max. 0,60 €/Anruf aus dem Mobilfunknetz)

Mehr Informationen zu „Hedwig and the Angry Inch“ in der Brotfabrik Frankfurt gibt es hier.

Transparenzhinweis: „Hedwig and the Angry Inch“ in Frankfurt wird produziert von Marina Pundt und Stephan Huber, den Gründern und Inhabern von KULTURPOEBEL.de.

Beitragsbild: Agnes Wiener / Niklas Wagner

TEILEN
Vorheriger ArtikelNews: David Arnsperger wird Graf von Krolock bei „Tanz der Vampire“ in Köln
Nächster ArtikelReview: „Die Story meines Lebens“ im Stadttheater Fürth – Ein Musical der leisen Töne
Stephan Huber

„Das Musical sollte alles sein, was es sein möchte. Wer es nicht mag, soll zu Hause bleiben.“ (Oscar Hammerstein II.)

Lieblings-Musical(s): „Once“, „Memphis“, „Hamilton” und der All-Time-Favorite: „Elisabeth“
Lieblings-Komponist: Lin-Manuel Miranda
Lieblings-Texter: Brian Yorkey
Musical-Fan seit: „Elisabeth” (Essen)
An Musicals fasziniert mich: Die Einheit von Story, Musik und Tanz. Musicals transportieren das, was Worte nicht mehr ausdrücken können. Ich brauche kein ausladendes Bühnenbild oder riesige Show-Effekte – eine leere Bühne, eine starke Stimme und ein ergreifender Song – DAS ist für mich das pure Musical-Theater.