Alessandro Schöpf – der Tiroler für die wichtigen Ziele im ÖFB-Team

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Perfekte Schusshaltung: Alessandro Schöpf erzielte in Rumänien das Goldtor.

© DANIEL MIHAILESCU

Ploiesti – Es kommt nicht allzu oft vor, dass Alessandro Schöpf in der österreichischen Fußballnationalmannschaft ein Tor erzielt. Die Tiroler haben nur fünf internationale Tore, die für die ÖFB-Auswahl fast immer von großer Bedeutung sind, darunter der 1: 0-Sieg am Mittwoch in der Nationenliga in Ploiesti gegen Rumänien. Schöpfs tiefer Flachschuss in der hinteren Ecke öffnete die Tür für den Gruppensieg und damit den Aufstieg in die Liga A.

🔗 >>> Schöpfs Tor reichte für das ÖFB-Team aus, um in Rumänien 1: 0 zu gewinnen

Schon vorher präsentierte sich der 26-Jährige als Mann für wichtige und manchmal sogar historische Hits. Sein Ziel für das 2: 1-Endergebnis am 2. Juni 2018 in Klagenfurt gegen Deutschland bedeutet den ersten Sieg über den großen Nachbarn seit 32 Jahren. Drei Tage zuvor hatte der Offensivmann die ÖFB-Mannschaft im späteren Viertelfinale der Weltmeisterschaft zu einem 1: 0-Sieg gegen Russland geschossen.

Schöpf erzielte auch das abwechselnde 1: 1 im bitteren 1: 2 beim Spiel der EURO 2016 gegen Island in St. Petersburg. Denis, der ihn zum einzigen Österreicher machte, zusammen mit Ivica Vastic, die jemals eine EM erreicht hat. Zum Vergleich: Das Ziel des 2: 0-Sieges beim 2: 1-Sieg gegen Malta am 31. Mai 2016 scheint nahezu vernachlässigbar.

Aber Schöpf blickte nicht auf die Vergangenheit in Ploiesti zurück. Die Zufriedenheit war überwältigend, dass es eine entscheidende Rolle für einen wichtigen Erfolg spielte. „Ich freue mich für die Mannschaft“, sagte der 24-Jährige international. „Der Sieg wurde wegen der zweiten Halbzeit verdient.“

Vor der Pause lief es nicht wie geplant, gibt Schöpf zu, der zuletzt auf Schalke gelitten hat. „Die erste Halbzeit war nicht so gut von uns. Wir hatten nicht viel Zugang, das System mit dem Start passte nicht so gut zu unseren Gegnern, also sind wir nicht in die Duelle geraten.“

Eine Änderung in der Pause half. „Der Trainer wechselte mit der Pause, dass wir mit drei Spielern vorne anfangen würden, dann wurde es viel besser“, sagte Schöpf.

Kapitän Julian Baumgartlinger betonte auch die Neuordnung, die auch den Wechsel einer Vier-zu-Drei-Kette beinhaltet. „Wir haben in der zweiten Halbzeit eine sehr gute Anpassung vorgenommen und hatten dann viel mehr Zugang. Nach der Führung haben wir nichts schief gehen lassen. In der Zwischenzeit ist es eine großartige Eigenschaft von uns, dass wir das Spiel in der zweiten Halbzeit ändern können.“ „Um auf halbem Weg reagieren und besser werden zu können“, sagte der Salzburger.

Selbstkritik am ÖFB-Kapitän

Trotz der erfolgreich verteidigten Führung in der Nations League-Gruppe war Baumgartlinger selbstkritisch. „Es war unser schwächstes der vier Spiele der Nations League“, sagte der 32-Jährige. „Dass wir immer noch gewinnen und immer noch von der Spitze der Gruppe aus zuschauen, ist wichtig und macht Spaß.“

Auch Martin Hinteregger machte eine weitgehend positive Zusammenfassung. „Wir haben es verdient, das Feld als Sieger zu verlassen“, sagte der Innenverteidiger. Dennoch gibt es genügend Verbesserungspotential. „Wir sind immer gut in der Defensive, aber wir können im Moment nur eine Hälfte spielen.“

Hinteregger wurde in der 53. Minute von Teamchef Franco Foda ersetzt, da er in Gefahr war, ausgeschlossen zu werden. „Ich wusste nicht, dass der Schiedsrichter mir bereits mit Rot gedroht hatte. Er sagte es mir nicht, aber der vierte Offizielle sagte es dem Trainer“, berichtete der Kärntner.

Urs Kühn

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