Bund und Länder halten sich an strengere Corona-Hotspot-Regeln

Auch in Deutschland nimmt die Zahl der Koronainfektionen stark zu. Bund und Länder ergreifen in Regionen mit vielen Neuinfektionen strengere Maßnahmen und Kürzungen. Aber der Kanzler ist nicht ganz zufrieden.

Angesichts der unkontrollierbaren Ausbreitung der Koronapandemie mit unvorhersehbaren Folgen für Bürger und Unternehmen verstärken Bund und Länder die Gegenmaßnahmen an Hotspots.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten haben einheitliche Regeln für Städte und Regionen mit einer Vielzahl von Infektionen vereinbart. Dazu gehören eine Erweiterung der Maskenanforderungen, eine Begrenzung der Anzahl der Gäste während privater Feiern, Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum und eine Ausgangssperre für Restaurants. Bund und Länder schließen strengere Maßnahmen nicht aus, wenn sich die Infektionssituation innerhalb der nächsten zehn bis zwölf Tage nicht bessert.

Nach Angaben der SPCA war Merkel während der Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Resolutionen unzufrieden. Die Ankündigungen von uns sind nicht laut genug, um die Katastrophe von uns abzuwehren, sagte der CDU-Politiker nach den einstimmigen Aussagen der Teilnehmer. Es ist einfach nicht genug, was wir hier machen. Nach dem Treffen betonte Merkel, ob die Resolutionen angemessen seien oder nicht. Deshalb sind meine Unruhen heute nicht mehr weg. Sie ist besorgt über die exponentielle Zunahme von Infektionen. Wir müssen damit aufhören. Sonst wird es nicht gut enden. Merkel hat deutlich gemacht, dass ihre Unzufriedenheit hauptsächlich mit dem umstrittenen Aufenthaltsverbot zusammenhängt.

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten sind sich ausdrücklich einig:

MASKING-VERPFLICHTUNG: In Städten und Regionen mit schnell ansteigenden koronalen Zahlen muss die Maskierungspflicht erweitert werden. Von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollte dies auch dort gelten, wo Menschen näher oder länger kommen.

PRIVATE FEIERN: In Regionen mit einem Wert von mehr als 35 Neuinfektionen müssen 25 Teilnehmer im öffentlichen und 15 Teilnehmer im privaten Bereich anwesend sein. Ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen sollten private Festivals auf maximal zehn Teilnehmer im öffentlichen Raum und maximal zehn Teilnehmer von maximal zwei Haushalten im privaten Raum beschränkt sein.

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Wenn die Neuinfektionen den Wert von 50 überschreiten, können sich in Zukunft nur noch maximal zehn Personen öffentlich treffen. Wenn die neuen Maßnahmen den Anstieg nicht zum Stillstand bringen, wird er auf fünf Personen oder die Angehörigen von zwei Haushalten reduziert.

SCHLUSSZEIT: Wenn innerhalb von sieben Tagen 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten, muss um 23:00 Uhr eine Ausgangssperre für das Catering eingeführt werden. Bars und Clubs müssen geschlossen sein.

EREIGNISSE: Wenn der Wert 50 überschritten wird, ist die Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen auf 100 Personen begrenzt. Ausnahmen erfordern ein Hygienekonzept, das mit der Abteilung für verantwortungsvolle Gesundheit vereinbart wurde.

UNTERKUNFTVERBOT: Das Verbot der Unterbringung von Urlaubern aus Risikogebieten in Deutschland war vor den Konsultationen umstritten. Auch die Bundesregierung und die Bundesländer waren sich in der Kanzlei nicht einig und haben die Angelegenheit auf den 8. November verschoben. Bis dahin sollte diese Maßnahme auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Bund und Länder forderten jedoch alle Bürger auf, unnötige innerdeutsche Reisen innerhalb und außerhalb von Gebieten zu vermeiden, die innerhalb der letzten sieben Tage die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten haben.

Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Hamburg wollen sich zunächst an die Regelung halten. Schwerins Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) erwägt, die Situation zu lockern. Er kündigte an, zu prüfen, ob die Quarantäne von mindestens fünf Tagen und die Verpflichtung, danach einen Test durchzuführen, künftig aufgehoben würden.

Die meisten Bundesländer haben am vergangenen Mittwoch entschieden, dass Bürger von Orten mit einer sehr großen Anzahl von Koronainfektionen nur untergebracht werden können, wenn sie innerhalb Deutschlands reisen, wenn sie einen negativen Koronatest vorlegen können, der nicht älter als 48 Stunden ist. Es sollte innerhalb von sieben Tagen für Reisende aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wirksam werden.

Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten trafen sich zum ersten Mal seit Juni wieder persönlich und diskutierten nicht nur per Videokonferenz. Das Treffen hatte den Eindruck eines massiven Anstiegs der Infektionszahlen in Deutschland und in einigen Fällen sogar noch dramatischerer Entwicklungen bei vielen europäischen Nachbarn. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts werden in diesem Land derzeit 5.132 Neuinfektionen gemeldet – so viele wie seit Mitte April nicht mehr.

Der Leiter der Abteilung für Systemimmunologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, Michael Meyer-Hermann, warnte während des Treffens dringend vor dem Verlust der Kontrolle über die Infektionen. Laut den Teilnehmern der Kanzlei sind es nicht fünf bis zwölf, sondern zwölf, um das Schiff zu drehen. Deutschland steht vor einem exponentiellen Wachstum.

Nach dem Treffen forderte Merkel die Menschen in Deutschland auf, konzertierte Anstrengungen zu unternehmen: In dieser kritischen kritischen Phase des Herbstes ist es sehr, sehr wichtig, dass alle weiterhin teilnehmen. Die Bundeskanzlerin betonte: Auch wirtschaftlich können wir uns eine zweite Welle wie die im Frühjahr mit solchen Folgen nicht leisten.

Berlins Ministerpräsident Michael Müller (SPD) hat betont, dass sich Deutschland jetzt in einer sehr entscheidenden Phase befindet: Es steht jetzt viel auf dem Spiel. Der bayerische Ministerpräsident Markus Sder (CSU) hat durch die Resolutionen Fortschritte erzielt. Aber ob das reicht, ist meiner Meinung nach offen. Wir sind dem zweiten Ausschluss tatsächlich viel näher, als wir zugeben möchten. Die zweite Koronawelle ist schon da. Die Situation ist jetzt fast gefährlicher als im Frühjahr, denn jetzt ist der Winter nahe, warnte Sder, der gleichzeitig die Menschen aufforderte, die Beschränkungen vor der Welle erneut zu überwinden.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) plant inzwischen weitere Hilfe für Unternehmen, die besonders von Corona-Maßnahmen betroffen sind. Die Überbrückungshilfe, die bis Ende des Jahres läuft, muss bis zum 30. Juni 2021 um sechs Monate verlängert werden. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland brach im zweiten Quartal ein.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat in Berlin angekündigt, dass die neue Krönungstestverordnung am Donnerstag in Kraft treten wird. Corona-Tests werden sich in Zukunft mehr auf Risikogruppen und das Gesundheitssystem konzentrieren – weniger auf diejenigen, die wieder auf Reisen gehen.

dpa-infocom, dpa: 201014-99-935495 / 19

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