Bundesbündnis CDU/CSU auf Kurs mit schlechtestem Wahlergebnis der Nachkriegsgeschichte

Noch sechs Wochen bis zur Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, steckt Armin Laschet, der Nachfolger von Angela Merkel an der Spitze der Partei, in Schwierigkeiten.

Die CDU-Kandidatin Laschet, die als Nachfolgerin der 16-jährigen Kanzlerin gewählt wurde, hat nicht nur in den Umfragen einen persönlichen Schlag hinnehmen müssen, sondern auch ihre Partei.

Im Februar gewann das Bündnis CDU/CSU 34-36% der Stimmen – Zahlen, die bei einer Wahlwiederholung gewesen wären oben zu dem, was Kanzlerin Merkel 2017 erhielt.

Heute unser Neuer Staatsmann poll tracker stuft die Allianz auf 26% ein, einige Umfragen sogar auf 24 und 22%. Wenn sich am Wahltag nichts ändert, wäre ein solches Ergebnis das schlechteste, das das Bündnis in der deutschen Nachkriegsgeschichte hatte.

Wer profitiert vom immer schwächer werdenden Teil der CDU/CSU-Stimmen? In Bezug auf die Partei, niemand Besonderes. Oder besser gesagt alle. Eine nachlassende Wahlbereitschaft der Merkel-Anhänger im Jahr 2017, für Laschet zur Wahl zu gehen, drückt die Umfragewerte jetzt nach unten, durch Widerspruch an christdemokratische Wähler, die massenhaft zu anderen Parteien übergelaufen sind. So hat die Unterstützung für Grüne, Sozialdemokraten, Freie Demokraten und sogar die extreme Rechte in den letzten Wochen leicht zugenommen.

Armin Laschet schickt CDU/CSU in den freien Fall

Neuer Staatsmann neueste Umfrage-Tracker

Laschet gelang es, Wähler aus seiner Partei zu vertreiben, aber seine Gegner konnten sie nicht überzeugen, sich auf ihre Seite zu stellen.

Das hielt seine Gegner jedoch nicht davon ab, Verbesserungen in ihren persönlichen Wertungen zu erzielen. Die deutschen Sozialdemokraten, die in den letzten Umfragen von den Grünen auf den dritten Platz abgestiegen sind, haben ihren Kanzlerkandidaten Olaf Scholz wiedererlangt.

Wer wollen die Deutschen ihr nächster Kanzler werden?

Öffentliche Bevorzugung der Kanzlerin gegen die Optionen von Armin Laschet (CDU/CSU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne).

Quelle: New Statesman Tracker der neuesten Umfragen

Laut dem PolitBarometer des ZDF ist Scholz der beliebteste der neuen Kanzlerkandidaten des Landes und führt in Umfragen sowohl bei der Publikumspräferenz als auch bei der allgemeinen Präferenz an.

Es bleibt abzuwarten, ob dies zu Stimmen für die SPD führt und das Gesamtnarrativ der zurückgehenden Sozialdemokratie untergräbt.

Was ist mit Laschet? Auf seine eigenen Einschätzungen angesprochen, Laschet gab die folgende ablehnende Antwort:: „Die Umfragen gehen auf und ab. ”

Das stimmt zwar, für Laschet sind sie aber erst seit Juli gefallen.

Olaf Scholz hat als einziger Kandidat der drei besten Kanzlerkandidaten eine klare öffentliche Zustimmung

Klare Zustimmung deutscher Politiker, ZDF-Umfrage

Wir wissen nicht, ob es so bleiben wird. Die CDU/CSU verliert keine Wähler zugunsten ihrer Gegner. Im Gegenteil, ihre Basis ist nicht begeistert und will sich nicht einmischen. Die Anwälte der CDU könnten daher ihre Wahlaktion leichter finden, als wenn sie die Überläufer zurückgewinnen würden.

In einem früheren Stück habe ich geschrieben, dass es in Deutschland „all to play“ sei. Während Annalena Baerbock von den Grünen für die Debatte um die nächste Bundeskanzlerin weniger relevant erscheint als noch vor wenigen Wochen, könnte sie und ihre Partei in der nächsten deutschen Regierung dennoch die Rolle der Königsmacherin übernehmen. Aber sechs Wochen vor dem Ende ist das Rennen noch offen.

[Listen to: Why European social democracy is in crisis]

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