Deutsche Staaten verpflichten sich, Tausende afghanischer Flüchtlinge aufzunehmen

Die deutschen Staaten haben signalisiert, dass sie sich auf die Aufnahme Tausender afghanischer Flüchtlinge vorbereiten.

Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalens will 1800 Menschen aus Afghanistan begrüßen, nachdem das Land an die Taliban gefallen ist, berichtete die DPA am Mittwoch.

Darunter wären nach Angaben der Düsseldorfer Staatskanzlei 800 einheimische afghanische Arbeiter, die in den letzten Jahren für Deutschland gearbeitet haben. Weitere 1.000 Plätze sind vor allem für Frauen in den Bereichen Bürgerrechte, Kunst und Journalismus geplant.

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Die Aufnahme von Flüchtlingen ist ein heikles Thema in Deutschland, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 eine “Politik der offenen Tür” für Migranten einführte und damit den Aufstieg der Alternative für Deutschland (AfD) auf der politischen Bühne auslöste.

Wenige Wochen vor der Bundestagswahl sagte der konservative Kanzlerkandidat Armin Laschet am Sonntag, dass “2015 nicht wiederholt werden darf”.

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Es kam, als deutsche Rettungsflüge rund 500 Menschen aus mehr als 15 Ländern außer Landes brachten, darunter rund 200 Afghanen.

Die Rettungsmission wurde als zu langsam kritisiert – und der erste deutsche Militärflug aus Kabul am Montag umfasste nur sieben Personen.

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Mais ausländische Nationen arbeiten unermüdlich daran, dass ihre Bürger und Afghanen die mit ihnen außerhalb des Landes gearbeitet haben.

Usbekistan sagte, es helfe Deutschland beim Transport von diplomatischem Personal über Taschkent.

Welche anderen Gebiete bieten Afghanen Zuflucht?

Das südliche Bundesland Baden-Württemberg erwartet bis zu 1.100 einheimische Arbeiter und deren Angehörige aus Afghanistan.

Niedersachsen stellt zunächst mindestens 400 Unterbringungsplätze in den ersten Landesaufnahmeeinrichtungen zur Verfügung.

In anderen Bereichen seien Gespräche zwischen Bund und Ländern im Gange, teilte das Innenministerium in Hannover mit.

Zuvor hatte Bremen angekündigt, bis zu 150 Plätze für einheimische afghanische Arbeiter und ihre Familien anzubieten. “Es kommt nicht in Frage, sie zurückzulassen und jetzt den Taliban zu übergeben”, sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). “Über die Verteilungsformel können wir später sprechen.”

Schleswig-Holstein bereitet sich auf 300 Frauen und Kinder vor.

Hamburg hat angeboten, mindestens 200 Betroffene unterzubringen – die ersten wurden am Mittwoch in der Hansestadt erwartet.

Auch mehrere bayerische Städte haben sich bereit erklärt, Menschen aufzunehmen: München habe erklärt, jederzeit unbürokratisch 260 Menschen Unterschlupf bieten zu können und habe dies bereits der Bundesregierung gemeldet, sagte Oberbürgermeisterin Verena Dietl (SPD).

Ähnliche Angebote kamen unter anderem aus Nürnberg und Regensburg. Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) sagte, seine Stadt könne kurzfristig 10 Familien beherbergen.

Auch Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und das Saarland waren grundsätzlich offen für Pflegefamilien, nannten aber noch keine konkreten Zahlen.

In Schwerin wurde beispielsweise auf die Verteilungsformel verwiesen, nach der Mecklenburg-Vorpommern rund 2 % der Flüchtlinge aufnehmen würde.

Einige Staaten erwähnten logistische Hindernisse. So sei beispielsweise die Hälfte der fünf Aufnahmeeinrichtungen in Rheinland-Pfalz bereits belegt – und eine vollständige Besetzung sei wegen der Covid-Pandemie nicht möglich, teilte die Regierung mit.

Evakuierung geht weiter

Es kam, als das deutsche Kabinett ein Mandat für den Einsatz von bis zu 600 Soldaten nach Kabul genehmigte, um bei der Evakuierungsmission zu helfen. Die Mission wird rund 40 Millionen Euro kosten, teilte die DPA mit.

Bisher haben die USA etwa 3.200 Menschen auf 13 Flügen befördert, aber etwa Es gibt noch 11.000 US-Bürger, berichtete AFP.

Großbritannien führte den europäischen Exodus mit mehr als 300 eingeflogenen Staatsangehörigen an bisher mit über 2.000 Afghanen.

“Die britischen Behörden arbeiten rund um die Uhr daran, die Ausgangstür offen zu halten”, Das sagte Premierminister Boris Johnson.

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