Deutschland bereitet Milliardenkredite vor, um ehemalige Gazprom-Einheit zu retten: Bericht

Die Bundesregierung bereitet Milliardenkredite vor, um einen ehemaligen Zweig von Gazprom PJSC zu retten, der jetzt unter der Kontrolle der Energieregulierungsbehörde des Landes steht, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen mitteilen.

Eine Kaution für die Gazprom Germania GmbH könnte bereits in dieser Woche kommen, wobei die Staatsbank KfW Bankengruppe voraussichtlich einen Kredit in der Größenordnung von 5 Milliarden Euro (5,2 Milliarden US-Dollar) bis 10 Milliarden Euro vergeben wird, sagten die Personen. die darum bat, nicht identifiziert zu werden, da die Informationen privat sind. Die Gespräche sind noch im Gange und die Pläne könnten sich ändern, sagten die Leute.

Das Geld wird dazu beitragen, die Finanzen des Unternehmens zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, nachdem Russland die Lieferungen an Gazprom Germania als Vergeltung für die Beschlagnahmung des Unternehmens und seiner Tochtergesellschaften durch Deutschland Anfang dieses Jahres eingeschränkt hatte. Der Umzug hat die Einheit – die von einigen Kunden bereits gemieden wurde – gezwungen, die Energie, die sie an ihre Kunden liefert, zu höheren Preisen auf dem Spotmarkt einzukaufen.

Die deutsche Energieregulierungsbehörde Bundesnetzagentur sagte in einer Erklärung, sie kommentiere die Spekulationen nicht und alle Beteiligten von Gazprom Germania arbeiteten „intensiv daran, das Geschäft am Laufen zu halten“. Das Finanzministerium antwortete nicht auf eine Bitte um Stellungnahme, während ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums eine Stellungnahme ablehnte.

Gazprom Germania besitzt mehrere Gasspeicher in Deutschland, darunter die größte Anlage des Landes. Ihr gehört auch die Wingas GmbH, die große Industriekunden im Land beliefert. Das Unternehmen verfügt über ein Einzelhandelsgeschäft, das 2020 ein Fünftel des kommerziellen britischen Gases lieferte, eine Handelsniederlassung in London und ein Flüssigerdgasgeschäft, wodurch es eine zentrale Position auf vielen europäischen Energiemärkten einnimmt.

Deutschland ringt mit dem Umgang mit Tochtergesellschaften russischer Unternehmen im Land, von denen viele Vermögenswerte besitzen, die für die Versorgungssicherheit und die deutsche Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sind. Die Regierung prüft verschiedene Optionen, die von der Treuhandschaft – für die sie sich im Fall von Gazprom Germania entschieden hat – bis zur Kontrolle über die Energiekonzerne reichen.

Im April schlug die Regierungskoalition ein Maßnahmenpaket vor, das es Berlin ermöglichen würde, Energieunternehmen unter staatliche Kontrolle zu stellen. Auch die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz hat Finanzierungsinstrumente eingerichtet, um im Falle einer Bestandsgefährdung Zinsen übernehmen zu können, indem sie Kapital direkt zur Rettung von Unternehmen einschießt und KfW-Darlehen bereitstellt.

Die Treuhandschaft von Gazprom Germania endet am 30. September, konkrete Pläne für die weitere Entwicklung gibt es nicht. Gazprom Marketing & Trading, der in London ansässige Handelsarm, hat bereits erklärt, dass er nicht damit rechnet, in russisches Eigentum zurückzukehren.

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