„Es würde helfen, wenn sie ihre Macht nutzen würden, um die Verbraucher vom Wert der Lebensmittel zu überzeugen“: Deutschlands Lebensmittelverband gerät ins Wanken, als Demonstranten auf den Straßen bleiben

Die Gruppe „Letzte Generation“ fordert eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft und ein Gesetz gegen Lebensmittelverschwendung, ähnlich wie in Frankreich, wo im Februar 2016 ein Gesetz zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung verabschiedet wurde. Supermärkte in Frankreich dürfen unverkaufte Lebensmittel nicht vernichten und sind stattdessen verpflichtet, diese zu spenden.

Rund 250 Demonstranten beteiligten sich in den vergangenen drei Wochen an einer Reihe von Straßensperren vor allem in Berlin, aber auch in Hamburg, München und anderen Städten. Letzte Woche blieben 15 auf Autobahnen hängen und verursachten Staus zur Hauptverkehrszeit.

„Wir fordern von der neuen Bundesregierung sofortiges und entschlossenes Handeln gegen Lebensmittelverschwendung“sagte die Gruppe. „Große Supermarktketten sollten per Gesetz dazu verpflichtet werden, noch essbare Lebensmittel zu spenden – und so den Hunger bekämpfen und ihren CO2-Ausstoß drastisch reduzieren. Dazu muss die Bundesregierung ein Gesetz verabschieden, das Lebensmittel rettet, wie Frankreich es 2016 getan hat.“

In einer Erklärung sagte Aktivistensprecherin Carla Hinrichs: „Mit der geplanten Klimaneutralität bis 2045 verstößt die Bundesregierung gegen ihre verfassungsrechtliche Verpflichtung, unser Leben zu schützen.

„Bis 2030 werden wir 1,5 Grad überschreiten (durchschnittlicher Anstieg der globalen Temperaturen). Die Regierung bricht nicht nur das Völkerrecht, sondern begeht ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, indem sie absichtlich auf eine 2,3 Grad wärmere Welt zusteuert. 4 Grad mit Milliarden Hunger.“ , Sie sagt.

Aktivisten blockieren derzeit Bahnübergänge, um ihre Forderungen nach einem „Ernährungsspargesetz“ zu unterstreichen. Einige gruben vor dem Amtssitz von Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin ein Stück Rasen um und pflanzten Kartoffeln. „Da Bundeskanzler Olaf Scholz das Inkrafttreten eines Lebensmittelrettungsgesetzes immer noch spät bekannt gibt, wird nun auch außerhalb seines Büros Gemüse angebaut“, fügte er hinzu.sagte Hinrichs.

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