Republikaner fordern Einfrieren: Die Wahlen in Pennsylvania gehen an den Obersten Gerichtshof

Donald Trump hat seit Tagen gefordert, dass die Abstimmung angesichts seiner bevorstehenden Wahlniederlage gestoppt wird. Jetzt soll ihm der Oberste Gerichtshof der USA helfen: Die Republikaner fordern eine dringende Anordnung. Das Gericht hat bereits darüber entschieden – aber die Situation hat sich seitdem geändert.

Im Streit um Briefwahlstimmen im US-Bundesstaat Pennsylvania gingen die Republikaner von Präsident Donald Trump erneut vor den Obersten Gerichtshof der USA. Die Republiken von Pennsylvania haben beim Obersten Gerichtshof in Washington Berufung eingelegt, die Auszählung der nach dem Wahltag eingegangenen Stimmzettel dringend zu verbieten. Diese Stimmzettel müssen von den anderen getrennt sein und dürfen nicht gezählt werden.

Der Verfassungsrichter Samuel Alito befahl daraufhin den Wahlkreisen von Pennsylvania, zwei vom Staatswahlbeamten erlassene Verordnungen zur Landtagswahl durchzuführen, wonach Stimmzettel nach der Abstimmung getrennt aufbewahrt und, falls gezählt, getrennt gezählt werden sollten. Alito sagte, es sei unklar, ob alle Wahlkreise diese Richtlinien einhielten.

Pennsylvania hat beschlossen, die Briefwahl aufgrund der Koronapandemie zu erweitern. Folglich werden alle Stimmzettel, die der Wahlleiter bis drei Tage nach dem Wahltag erhalten hat, akzeptiert, sofern sie am 3. November veröffentlicht werden. Die Frist lief am Freitag um 23:00 Uhr deutscher Zeit ab.

Noch vor den Wahlen versuchten die Republikaner, den Obersten Gerichtshof dazu zu bringen, diese Verschiebung einzuziehen. Die Verfassungsrichter weigerten sich, sich Mitte Oktober und kurz vor der Wahl erneut mit dem Fall zu befassen. Gleichzeitig lassen sie die Möglichkeit einer rechtlichen Untersuchung der Wahl offen. Laut Amy Coney Barrett, einer von Trump nominierten Anwältin, haben konservative Richter im Obersten Gerichtshof eine große Mehrheit von sechs bis drei. In einem weiteren Schritt können die Republikaner beantragen, dass die fraglichen fehlenden Stimmen annulliert werden.

Trend: Stimmen haben keinen Einfluss auf das Wahlergebnis

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden überholte zuletzt den amtierenden Trump bei der Stimmenauszählung in Pennsylvania. Dies liegt daran, dass die Briefwahl zuletzt gezählt wurde und besonders viele Anhänger der Demokraten per Post stimmten. Inzwischen liegt Biden im möglicherweise entscheidenden Pennsylvania fast 15.000 Stimmen vor Trump. Wenn der ehemalige Vizepräsident die 20 Staatswähler gewinnt, erhält er die 270 Wahlstimmen, die für die Präsidentschaft benötigt werden.

Die Pennsylvania Electoral Commission hat bereits eine Vorsichtsmaßnahme getroffen, um die nach dem Tag der Abstimmung eingegangenen Briefwahlstimmen zu trennen. Im Moment scheint die Zahl zu gering, um das Wahlergebnis im Staat zu beeinflussen.

Trump gewann die Wahlnacht und forderte die Einstellung der Stimmenzählung. Er kündigte an, dass er zum Obersten Gerichtshof gehen werde. Der Präsident hat wiederholt angeblichen Wahlbetrug ohne Beweise angeprangert und die Demokraten beschuldigt, versucht zu haben, seine Wahl zu „stehlen“. Diese Aussagen werden sogar in ihren eigenen Reihen kritisiert.

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