Voices of Ukraine – ECPMF startet neues Medienunterstützungsprogramm für die Ukraine

Um den Schutz von Journalisten zu unterstützen, hat die Bundesregierung die Gründung der „Hannah-Arendt-Initiative“ angekündigt, die mit Unterstützung des ECPMF und anderer zivilgesellschaftlicher Organisationen entwickelt wurde. Gleichzeitig startet ECPMF das neue Programm „Voices of Ukraine“.

Das Europäische Zentrum für Presse- und Medienfreiheit (ECPMF) begrüßt die Gründung der „Hannah Arendt Initiative“ (HAI) zum Schutz von Journalisten. Die Initiative wurde vom Auswärtigen Amt und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ins Leben gerufen. Dies ist ein begrüßenswerter Schritt zur Umsetzung der im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung eingegangenen Verpflichtungen zur Verbesserung der Sicherheit von Journalisten im In- und Ausland. Die Deutsche Welle Academy hat das HAI-Konzept mit Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter ECPMF, entwickelt.

Heute startet ECPMF „Voices of Ukraine“, ein neues Programm, das vom Außenministerium finanziert wird. Das Programm umfasst 120 Stipendien für Journalisten vor Ort in der Ukraine. Die Stipendien verschaffen diesen Journalisten ein Einkommen, das es ihnen ermöglicht, ihre Arbeit fortzusetzen und unabhängig zu berichten. Ein zusätzlicher Fonds innerhalb des Programms wird verwendet, um veraltete oder kaputte Geräte wie Kameras, Computer und Mobiltelefone zu ersetzen.

Darüber hinaus unterstützt „Voices of Ukraine“ das Journalists-in-Residence-Programm im Kosovo, das vom ECPMF und der European Federation of Journalists (EFJ) geleitet wird. Es bietet 20 Stipendien für ukrainische Medienschaffende, darunter eine möblierte Wohnung, Gesundheitsversorgung, psychosoziale Unterstützung und Berufsausbildung.

Dritter Baustein von „Voices of Ukraine“ ist eine Konferenz zu Kriegsberichterstattung, Exilmedien und Hilfsangeboten, die Anfang Dezember in Bratislava, Slowakei, stattfindet. Ziel ist es, ein starkes Netzwerk zu schaffen, das zum Wiederaufbau der ukrainischen Medienlandschaft der Nachkriegszeit beiträgt.

„Wir hoffen, dass sich die Hannah-Arendt-Initiative als Forum, Koordinator und Geldgeber der von deutschen Organisationen der Zivilgesellschaft vorgeschlagenen und durchgeführten Unterstützungsprogramme zum Schutz von Journalisten etabliert. Es bedarf keiner weiteren Beweise, um zu zeigen, dass Journalisten, insbesondere Journalistinnen, lokale Journalisten und Journalisten, die Minderheiten angehören oder über deren Themen berichten, weltweit bedroht sind.“ ssagt Lutz Kinkel, Geschäftsführer des ECPMF.

„Unser Programm „Voices of Ukraine“ reagiert auf die immer wieder artikulierten Bedürfnisse vor Ort in der Ukraine. Der Medienmarkt im Land ist komplett zusammengebrochen. Das Programm bietet Arbeitsvergütungen, einen sicheren Raum außerhalb des Landes und die Möglichkeit, sich zukunftsorientiert zu engagieren des ukrainischen Mediensystems. Diese Angebote ergänzen die bestehenden Projekte, die ECPMF zur Unterstützung bedrohter Journalisten in Europa durchführt.“

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