volkswagen: Volkswagen packt mit Batteriefabrik Konkurrenten aus den USA und China an

Volkswagen feierte am Donnerstag den Beginn der Arbeiten an seiner ersten internen Batteriefabrik, da der deutsche Autogigant offenbar Konkurrenz durch das Aufkommen von Elektrofahrzeugen aus den USA und China bekommt.

Das Unternehmen plant, vom neuen Werk im mitteldeutschen Salzgitter aus „die globale Batterieoffensive zu starten“, sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Diess bei einer Feierstunde im Beisein von Bundeskanzler Olaf Scholz.

Volkswagen hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2025 der weltgrößte Hersteller von Elektroautos zu werden, indem es in den nächsten fünf Jahren insgesamt 46 Milliarden Euro (46,8 Milliarden US-Dollar) in das Fahrgeschäft investiert.

„Wenn Deutschland und Europa nicht von den USA und China abgehängt werden wollen, müssen wir uns stärker auf die Technologie der Zukunft konzentrieren“, sagte Diess.

Der Salzgitter-Komplex, in dem derzeit täglich Tausende von Verbrennungsmotoren vom Band rollen, wird das Herzstück des Elektro-Ökosystems von Volkswagen sein.

Bis 2026 werden zwei Milliarden Euro in das Batteriewerk investiert, mit dem Potenzial für den Standort, Batterien für 500.000 Fahrzeuge pro Jahr auszubauen.

Der Plan soll auch als Blaupause für eine Flotte von Batteriewerken in Europa dienen.

Nachhaltig, klimaverträglich
Bisher haben sich beide Traditionsautohersteller wie Volkswagen stark auf asiatische, insbesondere chinesische Batteriehersteller verlassen, um ihre Fahrzeuge auszustatten.

Westliche Autogiganten sind bestrebt, die Produktion nach Hause zu bringen, Lieferunterbrechungen zu minimieren und den Mehrwert der Batterieproduktion einzustreichen.

Die „Abhängigkeit“ von Lieferanten aus der Ferne habe gezeigt, dass sie ein „großes Risiko“ für die Hersteller sei, sagt Scholz, der die letzte Einheit einer feierlichen Gründungsbatterie platzierte.

„Heute ist ein guter Tag für die Automobilindustrie in Deutschland und Europa“, sagte er und fügte hinzu, VW ebne den Weg für eine „nachhaltige, klimaverträgliche Mobilität“.

Scholz sagte, Europas Top-Wirtschaft strebe an, bis 2030 15 Millionen Elektrofahrzeuge auf seinen Straßen zu haben.

Die neue PowerCo-Einheit von Volkswagen will zusammen mit Partnern mehr als 20 Milliarden Euro investieren, um einen Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro zu erwirtschaften und allein in Europa bis zu 20.000 Mitarbeiter zu beschäftigen. Etwa 5.000 werden in Salzgitter beschäftigt.

Insgesamt plant Volkswagen die Eröffnung von sechs Werken mit Partnern in Europa, ein weiteres in den USA, so Diess.

Das erste, eine Zusammenarbeit mit dem Batteriehersteller Northvolt, wird 2023 in Schweden eröffnet, gefolgt vom Standort Salzgitter im Jahr 2025.

Volkswagen hat Valencia, Spanien, genutzt, um eine Batteriefabrik zu beherbergen, und es laufen Gespräche für andere Standorte in anderen bestehenden Produktionsstätten in Europa.

Der Hauptkonkurrent Tesla hat Anfang dieses Jahres seine erste europäische Fabrik außerhalb Berlins eröffnet. Der Standort in Grünheide wird durch ein eigenes Batteriewerk ergänzt.

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