Sony DSC-RX10 V: Neue Premium-Bridgekamera mit Alpha-Technik und 600-mm-Telezoom

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Sony setzt seine Premium-Bridgekamera-Reihe mit der neuen DSC-RX10 V fort und stattet das Modell mit zahlreichen technischen Verbesserungen aus. Die Kamera übernimmt die bewährte Kombination aus großem Zoombereich und fest integriertem Objektiv, bringt jedoch deutliche Fortschritte bei Autofokus, Bedienung, Video-Funktionen, Sucher und Konnektivität.

Die RX10 V richtet sich vor allem an Fotografen, die eine vielseitige All-in-one-Kamera für Reisen, Naturfotografie, Sportaufnahmen und Videoaufnahmen suchen, ohne mehrere Objektive mitführen zu müssen.

Mehr Flexibilität bei Bildformaten und kreativer Gestaltung

Bei den unterstützten Dateiformaten erweitert Sony die Möglichkeiten der Kamera. Neben JPEG und RAW steht erstmals auch HEIF als zusätzliches Fotoformat zur Verfügung. RAW-Aufnahmen können nicht nur komprimiert, sondern auch verlustfrei komprimiert gespeichert werden.

JPEG-Dateien lassen sich in vier Qualitätsstufen aufnehmen: Extra Fine, Fine, Standard und Light. Zusätzlich stehen verschiedene Bildgrößen mit rund 20, 10 und 5 Megapixeln zur Auswahl.

Die integrierten Creative Looks wurden ebenfalls erweitert. Die neuen Varianten FL2 und FL3 ersetzen beziehungsweise ergänzen bisherige Gestaltungsmöglichkeiten direkt in der Kamera. Der D-Range Optimizer wurde auf Stufe 8 erweitert, während das Vorgängermodell RX10 IV nur bis Stufe 5 reichte. Auch der Soft-Skin-Effekt ist nun sowohl für Fotos als auch für Videoaufnahmen verfügbar.

Damit bietet die Kamera mehr Möglichkeiten für Nutzer, die fertige Ergebnisse direkt aus der Kamera bevorzugen und weniger Zeit in der Nachbearbeitung verbringen möchten.

Größerer Sucher und verbesserter Monitor

Sony hat auch die Anzeigeelemente überarbeitet. Der rückwärtige Touchscreen bleibt mit 3 Zoll unverändert groß, wechselt jedoch vom bisherigen Seitenverhältnis 4:3 auf 3:2. Dadurch passt er besser zum Sensorformat der Kamera.

Die Auflösung steigt von 1,44 Millionen auf 1,62 Millionen Bildpunkte. Gleichzeitig nutzt Sony den gewonnenen Platz für einen deutlich verbesserten elektronischen Sucher.

Der Sucher wächst von 0,39 auf 0,5 Zoll und bietet eine höhere Auflösung von 3,69 Millionen Bildpunkten statt bisher 2,36 Millionen. Die Bildwiederholrate erreicht bis zu 120 Bilder pro Sekunde. Besonders bei der Nutzung des 600-mm-Telebereichs ist diese Verbesserung praktisch, da viele Fotografen eine solche Kamera bevorzugt am Auge bedienen.

Bedienung näher an modernen Alpha-Kameras

Die Steuerung der RX10 V orientiert sich stärker an aktuellen Alpha-Systemkameras von Sony. Die Menüführung und Anzeigeoberfläche wurden modernisiert und können nun zwischen horizontaler und vertikaler Darstellung wechseln.

Auch die Hardware-Bedienung wurde angepasst. Die Kamera erhält einen größeren Griff, zusätzliche Einstellräder, einen Joystick, eine AF-ON-Taste sowie einen separaten Umschalter für Foto, Video und S&Q-Aufnahmen.

Der Ein-Aus-Schalter befindet sich nicht mehr als Ring um den Auslöser, sondern als eigener Schalter auf der Oberseite. Trotz dieser Änderung soll die Kamera weiterhin eine komfortable Einhandbedienung ermöglichen.

Verzicht auf einige klassische Elemente

Nicht alle Änderungen fallen positiv aus. Sony entfernt das beleuchtete Schulterdisplay, das bei früheren RX10-Modellen vorhanden war. Die zusätzliche Statusanzeige ermöglichte einen schnellen Überblick über wichtige Einstellungen, ohne den Hauptmonitor einschalten zu müssen.

Auch das Gewinde für einen mechanischen Drahtauslöser am Auslöser entfällt. Für moderne Fernsteuerungslösungen bleibt jedoch das Multi-Terminal erhalten.

Neuer Akku sorgt für längere Laufzeit

Eine der wichtigsten technischen Änderungen betrifft die Stromversorgung. Sony ersetzt den bisherigen NP-FW50-Akku durch den größeren NP-FZ100, der auch in vielen aktuellen Alpha-Modellen verwendet wird.

Dadurch steigt die Akkulaufzeit deutlich. Nach CIPA-Standard erreicht die RX10 V bis zu 630 Aufnahmen mit Monitor und etwa 570 Aufnahmen mit elektronischem Sucher. Die RX10 IV kam dagegen nur auf rund 400 beziehungsweise 370 Bilder.

Trotz des größeren Akkus steigt das Gewicht nur geringfügig auf 1.111 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte. Das Vorgängermodell brachte 1.095 Gramm auf die Waage. Der größere Akku führt zudem zu einem leicht vergrößerten Griff, was die Ergonomie verbessern soll.

Schnellere Datenübertragung und moderne Schnittstellen

Auch bei Speicher und Anschlüssen bringt die RX10 V Verbesserungen. Das einzelne SD-Kartenfach bleibt erhalten, unterstützt nun jedoch zusätzlich den schnelleren UHS-II-Standard.

Gerade bei Serienaufnahmen und hochauflösenden Videoformaten könnte dies Vorteile bringen. Die tatsächliche Geschwindigkeit wird erst ein ausführlicher Praxistest zeigen.

Die Datenübertragung erfolgt künftig über USB-C mit bis zu 10 Gbit/s. Das Vorgängermodell RX10 IV setzte noch auf Micro-USB beziehungsweise USB 2.0. Zudem unterstützt die Kamera WLAN sowohl im 2,4-GHz- als auch im 5-GHz-Band.

Weiterhin vorhanden sind ein Micro-HDMI-Anschluss, ein Mikrofoneingang, ein Kopfhörerausgang sowie das Multi-Terminal.

Robuster für Reisen, Sport und Naturfotografie

Die Abmessungen verändern sich nur leicht und liegen nun bei 136 x 95 x 132 Millimetern. Mit ausgefahrenem Sucher beträgt die Tiefe etwa 151 Millimeter.

Sony verbessert außerdem den Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit. Das ist besonders für Nutzer interessant, die die Kamera bei Outdoor-Aktivitäten einsetzen – etwa bei Sportveranstaltungen, Reisen oder der Tierfotografie.

RX10 V bleibt eigenständige Alternative zu Systemkameras

Für Besitzer einer RX10 IV liegt der wichtigste Fortschritt weniger bei Sensor und Objektiv, da diese Grundkomponenten weitgehend unverändert bleiben. Die Verbesserungen betreffen vor allem Autofokus, Motiverkennung, Serienbildgeschwindigkeit, Videoqualität, Sucher, Bedienung, Akkulaufzeit und Anschlüsse.

Für Neueinsteiger bietet die RX10 V dagegen ein außergewöhnliches Gesamtpaket. Sie ist zwar größer und schwerer als klassische Kompaktkameras, bietet dafür aber einen enormen Brennweitenbereich von 24 bis 600 Millimetern, einen hochwertigen Sucher und moderne Hybridfunktionen.

Damit positioniert sich die Kamera zwischen Smartphone, Kompaktkamera und Systemkamera. Sie ist kompakter und leichter als eine Systemkamera-Ausrüstung mit mehreren Objektiven, bietet aber deutlich mehr Möglichkeiten als typische Reisezoom-Kameras.

Die Sony DSC-RX10 V soll ab dem 17. Juli 2026 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.499 Euro erhältlich sein. Sie richtet sich vor allem an Anwender, die eine leistungsstarke Kamera mit großer Reichweite und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten suchen.

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