Apas macht ernsthafte Vorwürfe gegen EY

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY in Düsseldorf

Die Wirtschaftsprüfer geraten zunehmend unter Druck.


(Foto: dpa)

Düsseldorf, Frankfurt Die Aufsicht über den Abschlussprüfer Apas weist in diesem Fall mehrere spezifische Hinweise auf ein mögliches Fehlverhalten der Abschlussprüfer von EY auf Drahtkarte sammeln. Dies geht aus zwei Schreiben an die Finanzaufsichtsbehörde Bafin und die Staatsanwaltschaft in Berlin ab Ende September hervor. Mehrere Personen, die mit den Briefen vertraut waren, berichteten dem Handelsblatt über den spezifischen Inhalt.

Die Vorwürfe beziehen sich auf mehrere Jahre der Bilanzprüfung beim Zahlungsdienstleister Wirecard. Die Gruppe aus Aschheim bei München hatte Ende Juni einen Milliarden-Dollar-Buchhaltungsskandal. EY hat sich zehn Jahre lang in seinen Bilanzen abgemeldet.

Das Handelsblatt berichtete bereits letzte Woche, dass die Apas Beweise für Straftaten der beteiligten EY-Akteure sahen, da das Wirecard-Untersuchungskomitee durchgesickert war.

Jetzt werden die spezifischen Vorwürfe der Apas klarer. Nach Angaben des Handelsblatts bezieht sich dies auf mehrere Jahre und Testzyklen von EY, 2015 bis 2017. In dem Schreiben von Apas heißt es wörtlich: Aus Sicht der Behörde „wurden die Testberichte möglicherweise falsch gemeldet oder wesentliche Umstände können verborgen sein“.

In Abschnitt 321 des Handelsgesetzbuchs ist klar definiert, was der Prüfer zu melden hat: Er muss Art und Umfang der Prüfung erläutern und erläutern, warum er bestimmte Schritte unternommen hat oder nicht. Wenn festgestellt wird, dass ein Wirtschaftsprüfer wichtige Tatsachen falsch meldet oder auslässt, sieht er sich den Konsequenzen von § 332 BGB gegenüber: Dazu gehört eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Diese Vorwürfe sind detailliert:

1. Einspruch gegen die Anklage wegen Geldwäsche und Betrug

Apas kritisiert, dass EY keine Diskrepanz in den Aussagen des Wirecard Board of Directors untersucht habe. Es bezieht sich auf die Behandlung des sogenannten Zatarra-Berichts des britischen Verkäufers Fraser Perring, der 2016 anonym veröffentlicht wurde und schwerwiegende Vorwürfe gegen Wirecard erhoben hat, einschließlich Vorwürfen wegen Geldwäsche und Betrug.

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