Am kontroversesten ist, dass das Gesetz Peking die Befugnis gibt, die Zuständigkeit für ausgewählte Strafsachen auszuüben, was die Aussicht auf eine Auslieferung von Verdächtigen über die Grenze zum Gerichtsverfahren und möglicherweise zur Gefängnisstrafe auf dem Festland zum ersten Mal in der Geschichte Hongkongs erhöht.
Genau diese Befürchtungen führten letztes Jahr zu Protesten gegen ein Auslieferungsgesetz, das von der Regierung von Hongkong vorgeschlagen wurde. Diese Proteste erzwangen schließlich die Aufhebung dieses Gesetzes, führten jedoch zu größeren Unruhen gegen die Regierung, die laut Peking die Einführung der neuen nationalen Sicherheitsbestimmungen erforderten.
In einem Schreiben auf Twitter sagte er, dass das neue Gesetz „effektiv eine parallele Justiz einrichtet (und) den Gerichten in Hongkong die Befugnis zur Auslegung und endgültigen Entscheidung nimmt“.
Neues System
Als Hongkong 1997 von der britischen an die chinesische Herrschaft übergeben wurde, blieb das Common Law System der Stadt weitgehend intakt. Der Präzedenzfall blieb in Kraft, und der Schutz nach der neuen De-facto-Verfassung, dem Grundgesetz sowie verschiedenen internationalen Verträgen garantierte ein Maß an Fairness und Freiheit, das in China, wo die Verurteilungsrate nördlich von 90% liegt, nicht zu sehen war.
Das neue nationale Sicherheitsgesetz würde all dies ändern. Nach Angaben, die am Wochenende veröffentlicht wurden, werden chinesische Sicherheitsorgane die Befugnis haben, „unter bestimmten Umständen“ die Zuständigkeit für nationale Sicherheitsfälle auszuüben, während andere Strafverfolgungsmaßnahmen nach dem Gesetz von einer Jury aus Peking verhandelt werden. ernannter Führer.
Es wird nicht ausdrücklich gesagt, ob Verdächtige unter solchen Umständen einer Auslieferung an das chinesische Festland ausgesetzt sein könnten.
Der Entwurf bezog sich zwar auf die Wahrung der „Rechtsstaatlichkeit“ und verschiedener bürgerlicher Freiheiten, ordnet aber auch das geltende Recht dem nationalen Sicherheitsgesetz unter, so dass im Konfliktfall das nationale Sicherheitsgesetz Vorrang hat. In der Praxis könnte dies bedeuten, dass diese Rechte ausgesetzt werden, wenn eine nationale Sicherheitsverfolgung gegen die nach Hongkonger Recht geschützten Menschenrechte verstößt.
„Die Übergabe ist eindeutig zur Übernahme geworden“, fügte Cohen hinzu.
„Es ist genau das, was sie sagen“, fügte er hinzu. „Und wenn sie es nicht schaffen können, was sie sagen, wenn sie etwas wollen, werden sie es einfach so ändern, wie sie wollen.“
Justizmanöver
Solche Bestimmungen sind Teil einer massiven Propagandabemühung, die Rechnung zu verkaufen, mit Plakaten und Anzeigen, die dafür werben, Hongkong zu verputzen, sowie eines offensichtlichen Vorstoßes Pekings für chinesische Firmen, sich wieder an der Börse der Stadt zu notieren, was die lokale Wirtschaft ankurbelt.
Diese Richter werden vom Generaldirektor ernannt, aber ihre Anwesenheit in bestimmten Fällen war in China umstritten, was zu Forderungen nach ihrer Entfernung führte oder sie von bestimmten sensiblen Fällen ausschloss. Indem die Regierung Lam die Befugnis gibt, Richter für die Anhörung von Fällen der nationalen Sicherheit zu ernennen, umgeht sie dieses Problem im Wesentlichen und ermöglicht ihr, die Richter zu wählen, die als am loyalsten gelten.
Politische Verfolgung
Die Ausweitung der Macht chinesischer Gerichte und Sicherheitsdienste auf Hongkong bringt noch mehr Bedenken mit sich.
Die Erlaubnis, Chinas Sicherheitsapparat in der Stadt zu betreiben, lässt die Gefahr einer extralegalen Verfolgung aufkommen. Dissidenten und Aktivisten in China werden häufig von den Behörden verschwunden oder wegen sensibler Ereignisse mit Verhaftung bedroht, und viele Journalisten und Anwälte werden hineingezogen, um mit den Sicherheitsdiensten „Tee zu trinken“, während derer sie kaum verhüllte Drohungen über die möglichen Folgen von erhalten ihre Arbeit.
Die Zuständigkeit chinesischer Gerichte „unter bestimmten Umständen“ wird in diesen Fällen wahrscheinlich Verurteilungen garantieren. Chinas Rechtssystem wurde weithin wegen seines Mangels an Menschenrechtsschutz, nackt politischer Verfolgung und einer nahezu universellen Verurteilungsrate kritisiert. Das nationale Sicherheitsgesetz des Landes wurde in der Vergangenheit weit ausgelegt, um Aktivisten, Intellektuelle und Journalisten inhaftieren zu können.
In ähnlicher Weise garantiert Hongkong Rechte nach dem Grundgesetz und als Unterzeichner internationaler Übereinkommen, aber das nationale Sicherheitsgesetz in seiner Fassung würde diesen Schutz außer Kraft setzen.

Bertolt Brecht berichtet für Kulturpoebel.de über aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Technologie, Sport, Unterhaltung und Lifestyle. Sein Schwerpunkt liegt auf klarer Berichterstattung, relevanten Informationen und aktuellen Entwicklungen, die Leserinnen und Leser informieren und Orientierung im Tagesgeschehen bieten.


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