Deutscher Impfzar: Jeder könnte nächstes Jahr eine dritte Dosis brauchen

Der Leiter des unabhängigen deutschen Impfstoffbeirats sagte, es sei wahrscheinlich, dass alle Bürger nächstes Jahr erneut gegen COVID-19 geimpft werden müssen.

Der Virologe Thomas Mertens, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses für Immunisierung (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin, sagte gegenüber der Zeitung Funke: “Das Virus wird uns niemals verlassen.”

In den am Sonntag veröffentlichten Kommentaren fügte er hinzu, dass es noch nicht genügend Daten gebe, um genau zu sagen, wann Rückrufe erforderlich sind oder ob einige Gruppen sie dringender benötigen als andere.

Aber er sagte: “Im Prinzip müssen wir darauf vorbereitet sein, dass jeder im nächsten Jahr seinen Impfschutz erneuern kann.”

Die deutsche Coronavirus-Infektionsrate fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit fast zwei Monaten. In dieser Woche wurden nur 96,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner verzeichnet.

Fast 30,4 Millionen Menschen oder 36,5% der Bevölkerung hatten am Freitag mindestens eine Dosis COVID-19-Impfstoff erhalten. Mehr als 9 Millionen Menschen oder 10,9% der Bevölkerung sind jetzt vollständig geimpft.

Mertens ‘Kommentare kommen einen Monat, nachdem Pfizer-CEO Albert Bourla sagte, es sei “wahrscheinlich”, dass Menschen 12 Monate nach der zweiten eine dritte Auffrischungsdosis des COVID-19-Impfstoffs benötigen, gefolgt von jährlichen Wiederholungsimpfungen, um mit dem Virus Schritt zu halten. Mutant.

Die Europäische Union hat bereits eine massive Vertragsverlängerung mit Pfizer-BioNTech für eine potenzielle Lieferung von 1,8 Milliarden COVID-19-Impfstoffdosen im Zeitraum 2021-2023 vereinbart.

Am 8. Mai bestätigte die Chefin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Deal auf Twitter und sagte, 900 Millionen Dosen seien garantiert und bis zu 900 Millionen weitere könnten im Berichtszeitraum bestellt werden.

Pfizer und Deutschlands BioNTech haben bereits angekündigt, im zweiten Quartal dieses Jahres weitere 50 Millionen Dosen an die EU zu liefern, um die fehlgeschlagenen Lieferungen von AstraZeneca auszugleichen.

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