Deutschland: Asylbewerberzahlen sinken, aber nicht für die großen Drei: Syrien, Afghanistan und die Türkei

Insgesamt 12.317 erste Asylanträge wurden im Juni von Asylbewerbern in Deutschland gestellt, teilten die Behörden mit.

Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) machen die im Juni verzeichneten Antragsquoten 14,5 % aller seit Jahresbeginn gestellten Asylerstanträge aus, die mit 84.583 ihren Höchststand erreichen, berichtet SchengenVisaInfo.com.

Im ersten Halbjahr haben 97.249 Menschen Asyl in Deutschland beantragt, davon 12.666 Folgeanträge und die Gesamtantragsquote ist seit 2021 deutlich gestiegen. Konkret hatten zwischen Januar und 19,6 % mehr Menschen Asyl in Deutschland beantragt Juni 2022 im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, als diese Raten bei 81.284 lagen.

Nach den Juni-Quoten waren, ähnlich wie in den beiden vorangegangenen Monaten, die drei wichtigsten Herkunftsländer der gestellten Asylanträge Syrer (3.625), Afghanen (2.064) und Türken (1.328).

Die Liste der Nationalitäten, die im Juni am häufigsten um Asyl nachsuchten, bleibt gegenüber anderen Monaten unverändert, mit Irak (845), Georgien (53), Iran (365), den Unerklärten (323), Somalia (275), Eritrea (207) und Moldawien ( 181), als nächstes in der Liste.

Im Vergleich zu anderen Monaten steigt jedoch die Zahl der türkischen Staatsangehörigen, die internationalen Schutz in Deutschland beantragen, von 779 im April auf 1.075 im Mai und 1.328 im Juni, während die Zahl der irakischen Staatsangehörigen, die Asyl beantragen, von 1.062 im Mai auf gesunken ist 845 im Juni.

Zudem betrafen 12.706 der Erstanträge im Jahr 2020 in Deutschland geborene Kleinkinder (unter einem Jahr).

Nach Nationalität entfielen mehr als ein Viertel aller eingereichten Anträge auf Syrer (26 %), wobei die Mehrheit dieser Anträge Erstanträge waren – 24.492 oder 96,7 % und der Rest Folgeanträge.

Afghanistan ist mit 17.549 Anträgen die zweitgrößte Nationalitätengruppe mit den bisher höchsten Asylanträgen in diesem Jahr – 2.456 oder 14 % davon waren Folgeanträge, während 15.093 Erstanträge gestellt wurden, was darauf hindeuten könnte, dass es sich bei den Asylbewerbern um Neuankömmlinge handelt . in dem Land.

Nach den Moldauern, die die höchste Rate an Folgeanträgen aufweisen (1.544 von 2.841 oder 54,3 % der Gesamtzahl), sind die afghanischen Staatsangehörigen die zweite Gruppe mit der höchsten Anzahl an Zweitantragstellungen.

„Im gleichen Zeitraum hat das Bundesamt über 110.162 Erst- und Folgeanträge entschieden, die Gesamtschutzquote lag bei 53,5 Prozent. Die Anträge von 24.689 Personen wurden abgelehnt, 26.558 Verfahren betrafen sogenannte sonstige Verfahren (z. B. Dublin-Verfahren oder nach Rücknahme des Asylantrags unterbrochene Verfahren)“, erklärt die Pressemitteilung.

Darüber hinaus waren Ende Juni 105.521 Verfahren anhängig. Weitere Herkunftsländer auf der Liste der zehn am häufigsten gestellten Asylanträge sind Irak (8.038), Türkei (6.748), Georgien (3.852), Diverse Länder (2.390), Somalia (2.344), Iran (2.426), Eritrea (1.752) und Moldawien (2.841).

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