Deutschland versinkt in Sexismus nach Verbot „geschmackloser“ Lieder

Deutschland ist wegen Sexismus wegen einer Hymne, die in Teilen des Landes wegen ihrer erniedrigenden Bezugnahme auf Bordelle verboten wurde, in einen Streit verwickelt.

Der Justizminister des Landes, Marco Buschmann, hat sich in die nationale Debatte über DJ Robin und Schuerze eingemischt Layla, Wer hat fast drei Wochen lang an der Spitze der deutschen Single-Charts und sagte: „Man muss Popsongtexte nicht mögen. Vielleicht findet man sie sogar albern oder geschmacklos.

Anfang dieser Woche verboten die Behörden in der bayerischen Stadt Würzburg, dass das Lied, das den Text „I got a bordell and my mother’s name is Layla/She’s hübscher, jünger, sexyer“ enthält, nicht beim jährlichen Kiliani-Festival aufgeführt wird.

Das Lied wurde auch von der bevorstehenden Rheinkirmes in Düsseldorf verbannt, wo am Freitag vier Millionen Besucher erwartet werden.

„Ich finde, dieser Song gehört überall hin, nur nicht auf unser Kirmesgelände“, sagte Festival-Organisator Lothar Inden der Nachrichtenagentur DPA.

Das Video zum Song zeigt zwei junge, partybegeisterte Männer, die in einer neuen Stadt ankommen, wo sie zur gleichnamigen Layla geführt werden – im Video als Mann in Frauenkleidern dargestellt.

Das Thema ist ein abgenutzter Trope aus einem Musikgenre, das als Ballermann bekannt ist – ein Kofferwort aus dem deutschen Wort ballern, einem umgangssprachlichen Wort für übermäßigen Alkoholkonsum, und mann, oder Mann auf Englisch.

Die Musik hat ihren Ursprung in der deutschen mallorquinischen Partyszene und verbindet elektronische Beats mit den eingängigen Pop-Vocals traditioneller deutscher Schlagermusik.

Diejenigen, die hinter dem Lied stehen, sagen, dass sie die Debatte nicht verstehen.

„Wir verstehen die Diskussion nicht ganz. Jeder darf seine Meinung haben, aber in jedem Deutschrap-Song sind die Texte schlimmer. Niemand regt sich darüber auf“, sagte Robin Leutner, der unter dem Namen DJ Robin aufnimmt, der deutschen Tageszeitung Bild.

Auch die Junge Union, der Jugendflügel des konservativen CDU-CSU-Bündnisses, geriet unter Beschuss, weil sie das Lied letzten Monat auf einem Landesparteitag in Kassel gespielt hatte.

Die rivalisierende sozialdemokratische Politikerin Sophie Frühwald warf der Organisation „reinen Sexismus“ vor und sagte, dies zeige, dass die Partei es mit der Förderung von Frauen nicht ernst meine.

Bei der Gleichstellung von Frauen hinkt Deutschland vielen seiner europäischen Nachbarn seit jeher hinterher.

Ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht des Weltwirtschaftsforums über die Kluft zwischen den Geschlechtern zeigte, dass Deutschland unter der Amtszeit von Angela Merkel seit Beginn der Untersuchung vor 16 Jahren erhebliche Fortschritte gemacht hatte.

Aber das Land schneidet bei der wirtschaftlichen Teilhabe von Frauen schlecht ab und fällt in der diesjährigen Rangliste auf das Niveau von 2009 zurück.

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