Die Türkei ruft den deutschen Gesandten vor, nachdem der oberste Gesetzgeber Erdoğan als „Kanalratte“ bezeichnet hat – Reuters

Das türkische Außenministerium hat am Dienstag den deutschen Botschafter nach Ankara einbestellt, nachdem der Vizepräsident des Bundestages Recep Tayyip Erdoğan mit einer „Abwasserratte“ verglichen hatte.

„Wir verurteilen aufs Schärfste die beleidigenden Äußerungen des stellvertretenden Bundestagspräsidenten Wolfgang Kubicki über unseren Präsidenten“, heißt es in einer Erklärung des türkischen Ministeriums. Aussageund fügte hinzu, dass die „unanständigen“ Äußerungen „Kubickis politisches und moralisches Niveau demonstrierten und seine Banalität offenbarten“.

Kubicki warb am Montag in Niedersachsen für seine Liberaldemokratische Partei, ein junges Mitglied der deutschen Regierungskoalition, als er Gesagt Unterstützer Deutschlands sollten nicht „einfach wieder die Arme öffnen“ für eine mögliche neue Flüchtlingswelle, die im Land ankommen könnte, was seiner Meinung nach wegen „Erdoğan, der Kanalratte“ passieren könnte.

Kubicki sagte später gegenüber Reuters Er machte die Bemerkungen in Bezug auf die wachsende Zahl von Migranten ohne Papiere, die die Türkei auf der sogenannten Balkanroute nach Deutschland verlassen, und fügte hinzu, dass „eine Kanalratte ein niedliches kleines Wesen ist, aber gleichzeitig intelligent und gerissen, das auch in Kindergeschichten“, wie im Film „Ratatouille“.

Auf der gleichen Veranstaltung am Montag wies Kubicki auch Forderungen anderer Mitglieder seiner Partei zurück, Deutschland solle unverzüglich und umfassend Waffen an die Ukraine liefern, und fragte: „Wann kommt die Zeit, in der Putin uns wie eine Kriegspartei sieht?“

Kubicki ist bekannt für seine provokativen Äußerungen und seine als weicher empfundene Haltung gegenüber Russland. Im vergangenen Monat forderte er die Reaktivierung der Gaspipeline Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland, nachdem Berlin sie wegen der Invasion in der Ukraine stillgelegt hatte, und zog heftige Kritik innerhalb seiner eigenen Partei auf sich.

Die Beleidigung des Präsidenten ist in der Türkei eine Straftat, und Ankara hat in der Vergangenheit stark auf negative Äußerungen über seinen Präsidenten aus dem Ausland reagiert: 2016 Ankara zwei Rechtsbeschwerden eingereicht gegen den deutschen Komiker Jan Böhmermann, nachdem er in seiner TV-Show ein plumpes Gedicht gelesen hatte, in dem Erdoğan beleidigt wurde.

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