Russland-Nachrichten: Scholz-Energiepläne zerrissen, da Deutschland den Atomstillstand stoppt | Wissenschaft | Nachrichten

Deutschland versucht verzweifelt, seine Energiesicherheit zu erhöhen, nachdem Gazprom letzte Woche bekannt gab, dass die Pipeline Nord Stream 1, die Gas von Russland nach Deutschland transportiert, nach Berichten über ein Gasleck auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Die größte Pipeline von Russland nach Europa, die Nord Stream 1, transportierte Gas unter der Ostsee in europäische Staaten wie Deutschland.

Nachdem der Gasfluss durch diese Pipeline eingestellt wurde, kündigte Berlins Wirtschaftsminister Robert Habeck am Montag an, dass zwei Kraftwerke des Landes, Neckarwestheim in Baden-Württemberg und Isar 2 in Bayern, länger als bisher geplant weiterlaufen werden.

Diese Anlagen werden als Notreserve bis Mitte nächsten Jahres offen gehalten.

Energie- und Rohstoffexperte Javier Blas twitterte: „In einer der beeindruckendsten energiepolitischen Entscheidungen des Jahres 2022 hält Deutschland an der Abschaltung seiner drei verbleibenden Kernkraftwerke im Dezember fest.

„Aber dann dreht es um und hält zwei davon bis April 2023 für Notfälle in Reserve. Aber sind wir nicht schon im Notfall?

„Und nur als Hinweis: Kohlekraftwerke haben im ersten Halbjahr 2022 rund 30 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms erzeugt, vor allen anderen Quellen.“

Herr Habeck wies darauf hin, dass die Regierung nach einem mit vier Netzbetreibern durchgeführten Stresstest, der Worst-Case-Szenarien untersuchte, zu dem Schluss kam, dass „stündliche krisenartige Situationen im Stromversorgungssystem im Winter 22/23, obwohl dies sehr unwahrscheinlich ist, nicht ganz ausgeschlossen“.

Er beharrte jedoch darauf, dass Deutschland eine „sehr hohe Versorgungssicherheit“ habe und dass die beiden Kernkraftwerke „bis Mitte April 2023 in Bereitschaft bleiben“ und nur bei Bedarf Strom produzieren würden.

Diese Anlagen sollten bis Ende Dezember geschlossen werden, nach Plänen, die die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel 2011 nach der Katastrophe von Fukushima festgelegt hatte.

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Eine solche Aussage von Herrn Habeck, einem führenden Mitglied der starken Anti-Atomkraft-Grünen, wäre vor einem Jahr undenkbar gewesen.

Doch Russlands Einmarsch in die Ukraine und Putins Drohung, die Gaslieferungen abzuschneiden, haben die Atomkraft wieder in die öffentliche Debatte gebracht.

Finanzminister Christian Lindner, Vorsitzender der FDP, unterstützte die Pläne zur Öffnung der Atomenergie: „Im Winter wird es in unseren Städten teilweise dunkler, weil wir Strom sparen müssen.

„Wir dürfen in dieser Situation nicht auf sicherere und klimafreundlichere Formen der Stromerzeugung wie die Atomkraft verzichten. Es braucht mehr als nur die Erweiterung ihres Betriebs.“

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