CargoLogic Deutschland droht EU-Sanktionen

Er hat zwar seine Basis im Land in seinem Namen, aber CargoLogic Deutschland droht wegen seiner Verbindungen zu Russland Sanktionen. Ist CargoLogicAir aus Großbritannien als nächstes dran?

Wir haben uns ausführlich mit den Sanktionen befasst, die auf Russlands Invasion in der Ukraine folgten. Die meisten dieser Strafen sind finanzieller Natur. In der Luftfahrt dürfen russische Fluggesellschaften sanktionierte Nationen nicht mehr überfliegen. Russland hat mit eigenen Maßnahmen reagiert und Fluggesellschaften daran gehindert, Länder außerhalb seines Luftraums zu sanktionieren.

Ein CargoLogic Deutschland 737-400SF. Foto: Anna Swereva, CC BY-SA 2.0

Aber es gibt ein Problem. Es gab mehrere Joint Ventures zwischen russischen Unternehmen und anderen europäischen Unternehmen. Ein solches Unternehmen ist die CargoLogic Germany GmbH mit Sitz in Leipzig, Deutschland. Dieser Betreiber ist Teil der russischen Wolga-Dnepr-Gruppe, zu der auch AirBridgeCargo, ATRAN und CargoLogicAir, letztere im Vereinigten Königreich, gehören.

Diese Woche gab CargoLogic Deutschland bekannt, dass es nicht mehr erlaubt ist, im Luftraum der Europäischen Union zu fliegen. Die Fluggesellschaft verfügt derzeit über eine Flotte von vier Boeing 737-400SF-Frachtern. Und alle von ihnen sind derzeit in europäischen Flughäfen gelagert. Dies sind Budapest (LHBP) in Ungarn, Katowice (EPKT) in Polen, Helsinki (EFHK) in Finnland und Ostrava (LKMT) in Tschechien.

CargoLogic Deutschland droht EU-Sanktionen

Ein CargoLogicAir 747-400ERF. Foto: Papa zurück, DC BY 2.0

CargoLogic Deutschland – Russische Verbindungen

CargoLogic Deutschland weist in seiner Ankündigung darauf hin, dass es in Deutschland registriert ist und dort seine Steuern und Abgaben entrichtet. Darüber hinaus beschäftigt es rund 110 Mitarbeiter mit deutschen Arbeitsverträgen und einem Managementteam im Land. Abschließend betont das Unternehmen, dass es sich um ein unabhängiges deutsches Unternehmen handelt und anerkennt, dass Luftfracht ein internationales Geschäft ist.

Als Unternehmen ist CargoLogic Deutschland eine Tochtergesellschaft der britischen Cargo Logic Holding. Dieses Unternehmen besitzt auch das britische Unternehmen CargoLogicAir. Eigentümer der Cargo Logic Holding ist Alexey Isaykin, der derzeit die zypriotische Staatsbürgerschaft besitzt. Zypern ist ein EU-Land. Isaykin ist jedoch sowjetischer Herkunft und auch Vorsitzender der russischen Wolga-Dnepr-Gruppe.

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Ein AirBridge-Frachter 747

Im Gegensatz zu CargoLogic Deutschland hat CargoLogicAir keine EU- oder UK-Flugverbote angekündigt. Als britisches Unternehmen hat das Unternehmen seine Lizenzen von der britischen CAA. Aber das Unternehmen hat seit mehr als zehn Tagen keines seiner Flugzeuge mehr geflogen. CargoLogicAir hat zwei 747-400F. Einer davon scheint in Los Angeles (KLAX), USA, der andere in Frankfurt (EDFH), Deutschland, gelagert zu sein.

Mehr Bodenwürfe

Auf russischer Seite haben auch AirBridgeCargo und ATRAN ihre Flotten am Boden. In einer Mitteilung begründeten die Unternehmen den Schritt mit der Aussetzung russischer Flugzeuge aus dem Flugzeugregister von Bermuda. Wie wir bereits gesehen haben, registrieren viele russische Fluggesellschaften ihre Flugzeuge dort und in Irland. Dies ist Teil einer Vereinbarung mit internationalen (oder russischen) Gebern.

Vorfall-Update: Wolga-Dnepr-Gelände Alle An-124-Flugzeuge

Wolga-Dnepr russische An-124.

Umstritten ist, dass russische Fluggesellschaften nun im Ausland geleaste Flugzeuge in Russland erneut registrieren können. Einige Fluggesellschaften würden es jedoch vorziehen, die internationalen Beziehungen zu Leasinggebern, Versicherern und anderen aufrechtzuerhalten. Alle von CargoLogic Deutschland betriebenen 737 sind im Besitz des US-Leasinggebers Vx Capital Partners. Die beiden 747 von CargoLogicAir sind ebenfalls im Besitz von Leasinggebern.

Wir haben kürzlich auch gesehen, dass mindestens vier der Antonov An-124-100 von Volga Dnepr außerhalb Russlands am Boden sind. Drei davon befinden sich in Leipzig, Deutschland, das vierte in Kanada. Aber zweifellos ist dies ein strittiger Punkt. Selbst wenn sich ihre gesamte Flotte (einschließlich 737 und 747) in Russland befände, hätte die Volga Dnepr Group nur einen Bruchteil ihrer bisherigen Nachfrage nach Luftfrachttransporten. Wie wir kürzlich gesehen haben, gilt dies auch für Passagierfluggesellschaften und Flughäfen in Russland selbst.

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