Deutschland erwägt Einstellung der Militäroperationen in Mali – EURACTIV.de

Die deutschen Militäreinsätze in Mali und anderswo sollten “rücksichtslos” analysiert werden, sagte die Wehrbeauftragte des Parlaments, Eva Högl, am Sonntag.

„Deutschlands realistische Ziele“ sollten mit seinen internationalen Partnern abgestimmt werden, sagte Sozialdemokrat Högl der Nachrichtenagentur dpa. Derzeit bereitet sie die parlamentarische Überprüfung der deutschen Militäreinsätze für das neue Jahr vor.

Am 23. Dezember veröffentlichten Frankreich, Deutschland, Italien und andere in westafrikanischen Ländern engagierte Länder eine Erklärung, in der sie die Anstellung der mit Russland verbundenen Wagner-Militärgruppe durch die Interimsregierung aus Mali verurteilten.

“Wir bedauern zutiefst die Entscheidung der malischen Übergangsbehörden, bereits knappe öffentliche Mittel zur Bezahlung ausländischer Söldner zu verwenden, anstatt die malischen Streitkräfte zu unterstützen”, fügte er hinzu. lesen.

Da alle Einsätze der Bundeswehr parlamentarisch zustimmungspflichtig sind, muss der Bundestag entscheiden, ob sich die Bundeswehr weiterhin an der laufenden EU-Ausbildungsmission sowie der Stabilisierungsmission der UN MINUSMA beteiligen soll.

Högl sprach sich zwar dafür aus, die beiden Operationen getrennt zu diskutieren, stellte jedoch fest, dass es der MINUSMA nach mehreren Putschen und verzögerten Wahlen nicht gut gehe. Vieles davon hing von Frankreichs Ambitionen zur Terrorismusbekämpfung ab, sagte sie.

Positiv wurde jedoch die Entwicklung der EU-Ausbildungsmission insbesondere in Niger bewertet.

“Ich hatte in Niger den Eindruck, dass es trotz der Schwierigkeiten, die auch dieses Land erlebt, mehr Möglichkeiten zur Unterstützung und Ausbildung gibt als in Mali”, sagte sie. IST ES DAS. (Nikolaus J. Kurmayer | EURACTIV.de)

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