Nach zwei Zusammenbrüchen in Testspielen nimmt Jamal Musiala vorerst nicht am Spielbetrieb teil. Der FC Bayern München will seinen Schlüsselspieler vor allem mental entlasten. Auch Bundestrainer Jürgen Klopp hat dem 23-Jährigen persönlich seine Unterstützung zugesichert.
Musiala fehlt beim Supercup in Dortmund
Auf dem Mannschaftsfoto nach dem 2:1-Erfolg des FC Bayern im Supercup bei Borussia Dortmund fehlte Jamal Musiala. Der Offensivspieler war nicht mit in den Signal-Iduna-Park gereist, sondern am Samstag in München geblieben.
Hintergrund sind zwei Vorfälle in den Testspielen gegen RB Leipzig, das Bayern mit 3:1 gewann, und gegen den 1. FC Heidenheim, das mit einem 4:2 endete. Musialas Zusammenbrüche werden auf eine neurologische Dysfunktion zurückgeführt. Dabei handelt es sich um sogenannte Absencen, also kurze Bewusstseinspausen.
Nach den Vorfällen verordnete der deutsche Rekordmeister seinem Spieler eine Pause. Im Mittelpunkt steht dabei nach Angaben aus dem Vereinsumfeld insbesondere Musialas mentale Entlastung. Die Bilder der Zusammenbrüche hatten zuvor auch in der Öffentlichkeit große Besorgnis ausgelöst.
Jürgen Klopp spricht Musiala Mut zu
Musiala erhielt nach den Ereignissen zahlreiche persönliche Nachrichten. Zudem meldete sich Bundestrainer Jürgen Klopp telefonisch bei dem Nationalspieler.
Wie „Sport Bild“ berichtet, erkundigte sich Klopp nach Musialas zweitem Zusammenbruch in Heidenheim nach dessen Gesundheitszustand. Der frühere Trainer des FC Liverpool habe Musiala seine Unterstützung zugesichert und ihm deutlich gemacht, dass er weiterhin ein zentraler Bestandteil der sportlichen Zukunftsplanung sei.
Klopp wollte dem Spielmacher demnach Mut machen und ihm vermitteln, dass der Deutsche Fußball-Bund auf ihn setzt und ihn bei seiner Rückkehr unterstützen werde. Musiala sollen die Worte des Bundestrainers beeindruckt haben.
Absencen beim FC Bayern schon länger bekannt
Beim FC Bayern sind Musialas gesundheitliche Probleme bereits seit längerer Zeit bekannt. Vergleichbare Bewusstseinspausen sollen vereinzelt auch im Training aufgetreten sein.
Sportvorstand Max Eberl erklärte am Freitag während der Pressekonferenz vor dem Supercup: „Wir wissen es schon die ganze letzte Saison. Für uns ist es Alltag geworden.“
Keine besonderen Klauseln im Vertrag
Als Musiala seinen Vertrag im Februar 2025 bis 2030 verlängerte, sollen die Absencen noch nicht aufgetreten sein. Aus diesem Grund enthält das Arbeitspapier nach den vorliegenden Informationen weder besondere Klauseln noch zusätzliche Absicherungen im Zusammenhang mit den neurologischen Vorfällen.
Musiala unterzeichnete demnach einen beim FC Bayern üblichen Profivertrag. Sein geschätztes Jahresgehalt von rund 25 Millionen Euro macht ihn zu einem der Spitzenverdiener des Klubs. Mögliche Prämien sind – wie bei seinen Mannschaftskollegen – an sportliche Leistungen und Einsatzzeiten gekoppelt.
Medikamentöse Behandlung wird angepasst
In der vergangenen Saison konnten die Absencen durch eine entsprechende medikamentöse Einstellung weitgehend kontrolliert werden. Auch während der Weltmeisterschaft soll es keine vergleichbaren Vorfälle gegeben haben.
Nach dem Turnier wurde die Dosierung reduziert. Die Anpassung erfolgte bewusst während der Sommerpause, damit die Umstellung nicht in eine laufende Saison fällt. Nach den beiden Zusammenbrüchen gegen Leipzig und Heidenheim wurde die Medikation erneut verändert.
Eberl sagte dazu am Wochenende: „Er hat ein bisschen reduziert, jetzt müssen wir ein bisschen hochfahren wieder.“
Ziel der Behandlung ist es, den vorherigen stabilen Zustand wiederherzustellen und weitere Absencen möglichst zu verhindern. Wann Musiala in den Trainings- und Spielbetrieb zurückkehrt, hängt von seiner gesundheitlichen Entwicklung ab. Sportlich planen sowohl der FC Bayern als auch Bundestrainer Klopp weiterhin mit ihm als Schlüsselspieler.

Judith Hermann berichtet für Kulturpoebel.de über aktuelle Themen aus Nachrichten, Politik, Wirtschaft, Technologie, Sport, Unterhaltung und Lifestyle. Ihr Schwerpunkt liegt auf klarer Berichterstattung, relevanten Informationen und aktuellen Entwicklungen, die Leserinnen und Leser zuverlässig und verständlich informieren.

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