Hilfsgruppen schlagen die Beendigung von Umsiedlungsflügen von Griechenland nach Deutschland zu

Nach dem letzten Umsiedlungsflug mit Flüchtlingen aus griechischen Lagern, die diese Woche in Deutschland ausstiegen, kritisierten deutsche Hilfsorganisationen das Ende der Umsiedlung aus Lesbos und forderten eine Verlängerung. Deutschland hat seit April 2020 insgesamt 2.662 Menschen von den griechischen Ägäischen Inseln aufgenommen.

„Es ist ein Befehl der Menschheit“, diejenigen, die Schutz suchen, weiterhin willkommen zu heißen, erklärte der Präsident des katholischen Wohltätigkeitsverbandes der Caritas, Peter Neher, am Mittwoch (31. März) anlässlich des letzten ausgewählten Charterfluges nach Deutschland Flüchtlinge von der griechischen Insel Lesbos.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums kam am Mittwochnachmittag ein Flug von Lesbos mit 120 Personen an Bord am Flughafen Hannover an. Die Gruppe bestand aus 30 Familien mit 59 Erwachsenen und 61 Minderjährigen, teilte das Ministerium in einer Pressemitteilung mit.

Der jüngste Flug bringt laut Innenministerium die Zahl der seit April 2020 von Deutschland aufgenommenen Personen auf 2.662. Die Flüchtlinge und Migranten aus der Flucht werden auf neun Bundesländer verteilt sein, darunter Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen, teilte das Ministerium in der Pressemitteilung mit.

Die 120 Personen, die in Hannover von Bord gingen, sind Teil eines vereinbarten Kontingents von 1.553 anerkannten Flüchtlingen, deren Aufnahme die Bundesregierung versprochen hatte, nachdem ein Brand im vergangenen September das Migrationslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos zerstört hatte.

Humanitäre Organisationen fordern eine Verlängerung

Neher von der Caritas sagte, dass die Aufnahme der 2.662 Menschen ein wichtiges Zeichen der Menschlichkeit und Solidarität sei, die Situation in den griechischen Lagern sich jedoch nicht verbessert habe. Er forderte die Regierung auf, weiterhin Menschen willkommen zu heißen, die Schutz suchen, insbesondere weil eine „große Bereitschaft“ bestehe, Menschen zwischen Staaten, Gemeinden und der Zivilgesellschaft aufzunehmen.

Die Caritas war eine von acht Migrationshilfeorganisationen, die die Bundesregierung aufforderten, die griechischen Inselempfänge unter dem Hashtag „#AufnahmeFortsetzen“ fortzusetzen.

Seebrücke beschuldigte Deutschland und die Europäische Union, den politischen Willen zur Änderung der Situation nicht zu haben, und erklärte, 240 deutsche Gemeinden hätten angekündigt, bereit zu sein, Flüchtlinge aufzunehmen.

Die bisher akzeptierten 2.662 Personen seien „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“ und müssten strafrechtlich verfolgt werden, sagte Seebrücke. Eine andere Organisation war Pro Asyl, dessen Hauptgeschäftsführer warnte, dass die griechischen Inseln „zu Freiluftgefängnissen werden“, in denen diejenigen, die Schutz suchen, ohne Zugang zu Asyl und Rechtsschutz allein gelassen werden.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war der Ansicht, dass in Griechenland nach wie vor Handlungsbedarf für Flüchtlinge besteht. Als das Mandat der DRK für ihre Mission im Kara Tepe-Empfangslager in Lesbos am Mittwoch, dem 31. März, offiziell endete, kündigte die humanitäre Organisation an, ihre Bemühungen für Flüchtlinge in anderen Regionen aus Griechenland auszuweiten. Die DRK arbeitet unter anderem an der Wasserversorgung sowie an Duschen und anderen Hygieneeinrichtungen.

Deutschland hatte bereits im März 2020 angekündigt, 244 kranken Kindern und ihren Familien sowie 53 unbegleiteten Minderjährigen eine Durchreise nach Deutschland zu ermöglichen. Die meisten dieser Menschen sind laut Innenministerium bereits in Deutschland angekommen.

Darüber hinaus hatte die Bundesregierung erklärt, sie sei bereit, nach dem Brand, der Moria zerstörte, 150 unbegleitete Minderjährige aufzunehmen.

Situation auf den griechischen Ägäischen Inseln

Nach einem verheerenden Brand im Lager Moria, bei dem mehr als 12.000 Menschen vertrieben wurden, die sich zu dieser Zeit in und um Europas größtes Migrantenlager aufhielten, errichtete Griechenland in der Nähe das Zeltlager Kara Tepe. Viele Flüchtlinge und Asylsuchende wurden auf das griechische Festland und einige in andere EU-Länder wie Deutschland überführt. Aber Tausende blieben in Lesbos und wurden nach Kara Tepe versetzt.

Organisationen der Vereinten Nationen, Menschenrechtsorganisationen und Hilfsorganisationen für Migranten wie Ärzte ohne Grenzen (Ärzte ohne Grenzen, Ärzte ohne Grenzen, MSF) haben wiederholt die Bedingungen in griechischen Inselzeltstädten wie Kara Tepe auf Lesbos verurteilt.

Karte mit den griechischen Ägäischen Inseln | Bildnachweis: DW

Gemäß neueste Daten von UNHCRDerzeit leben rund 15.450 Flüchtlinge und Asylsuchende auf den griechischen Ägäischen Inseln – eine Zahl, die im Dezember 2020 auf fast 20.000 gestiegen ist. Die Mehrheit der Inselbewohner sind Afghanen (49%), Syrer (16%) und Somali (8%). . „Ungefähr 6% der Kinder sind unbegleitet oder getrennt, hauptsächlich von Afghanistan“, so UNHCR.

Anfang dieser Woche hat die EU 276 Millionen Euro für den Bau neuer Lager auf fünf der griechischen Ägäisinseln (Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos) zugesagt. Das größte dieser neuen Lager auf Lesbos soll bis Ende des Jahres fertiggestellt sein.

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