Kann Weißrheingold das grüne Elektroauto-Rennen in Deutschland befeuern?

Angesichts der wachsenden Nachfrage nach deutschen Elektrofahrzeugen arbeiten Elektrizitäts- und Bergbauunternehmen daran, Lithium, das in unterirdischen kochenden Wasserquellen Tausende von Metern unter dem Rhein eingeschlossen ist, an die Oberfläche zu bringen.

Das Oberrheintal im Schwarzwald im Südwesten Deutschlands erstreckt sich über eine Fläche von 300 km Länge und bis zu 40 km Breite und enthält nach Schätzungen von Geologen genug Lithium für mehr als 400 Millionen Elektroautos der größten Lagerstätten der Welt.

Dies könnte die Abhängigkeit der ebenfalls im Südwesten Deutschlands ansässigen deutschen Autoindustrie von importiertem Lithium verringern, und es laufen Vorverhandlungen mit den Autoherstellern.

Skeptiker stellen jedoch die Wirtschaft in Frage und sind auch besorgt über mögliche lokale Oppositionen, die in einem dicht besiedelten Europa vehementer sein können als im abgelegenen Australien oder in den Wüsten Südamerikas, die bisher die Quelle der Lithiumversorgung waren.

Das unbeirrte deutsch-australische Start-up Vulcan Energy Resources gibt an, dass es klimaneutrales Lithium liefern kann, das auf der Gewinnung mit Geothermie basiert, die von bis zu fünf geplanten Kraftwerken genutzt wird.

Das deutsche Energieversorgungsunternehmen EnBW besitzt bereits Geothermiekraftwerke und untersucht, ob Lithium ein rentables Nebenprodukt sein kann.

“Die Lithiumlagerstätte, von der wir hier sprechen, ist gigantisch und ihre Eigenschaften sind ideal für unser Ziel, in Deutschland qualitativ hochwertiges Lithium im großen industriellen Maßstab zu produzieren”, sagte Horst Kreuter, Mitbegründer von Vulcan Energy Resources, gegenüber Reuters.

Das Unternehmen plant, 1,7 Milliarden Euro (2 Milliarden US-Dollar), von denen es bisher rund 75 Millionen Euro gesammelt hat, in den Bau von Geothermiekraftwerken und Lithiumgewinnungsanlagen zu investieren.

Bis 2024 könnten an zwei Standorten 15.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr gefördert werden. In einer zweiten Phase ab 2025 sollen an bis zu drei weiteren Standorten 40.000 Tonnen pro Jahr produziert werden.

Kreuter sagt, er sei bereits in Gesprächen mit Kathoden- und Batterieherstellern sowie der Autoindustrie.

Es genießt die starke Unterstützung von Hancock Prospecting unter der Leitung von Executive Chairman Gina Rinehart, einer führenden australischen Investorin.

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