Österreich, Deutschland und Polen verstärken ihre Unterstützung für die ukrainische Eisenbahn

Eine gemeinsame Solidaritäts- und Unterstützungserklärung für die Ukraine wurde vom Vorstandsvorsitzenden der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Herrn Andreas Matthä, dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn (DB), Dr. Richard Lutz, und dem Vorstandsvorsitzenden der Polnischen Eisenbahnen (PKP) unterzeichnet ), Herr Krzysztof Mamiński. , in der diese Eisenbahnen technische Ausrüstung und Ersatzteile liefern werden, um den Wiederaufbau der Ukrainischen Eisenbahnen (UZ) zu unterstützen.

Die Erklärung wurde im Vorfeld eines zweitägigen CEO-Gipfels unterzeichnet, der letzte Woche von der Gemeinschaft Europäischer Eisenbahn- und Infrastrukturunternehmen (CER) in Wien veranstaltet wurde.

Die DB stellt nach eigenen Angaben persönliche Schutzausrüstung (PSA) für die UZ-Belegschaft im Wert von 500.000 Euro bereit und wird auch technisches Know-how bereitstellen.

Der deutsche öffentliche Betreiber prüft auch die Möglichkeit, Personenwagen an die UZ zu liefern, betont jedoch, dass diese von Normal- auf Breitspur umgerüstet werden müssten.

DB, ÖBB und PKP setzen sich bei der Europäischen Union (EU) dafür ein, einen Ukraine-Wiederaufbaufonds einzurichten, um das kriegszerstörte UZ-Netz so schnell wie möglich zu reparieren.

Das UZ-Netz sollte auch weiter in das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) integriert werden, insbesondere durch die Entwicklung neuer Korridore, um die Ukraine und Moldawien an das EU-Schienennetz anzuschließen.

Diese Korridore würden den Export von landwirtschaftlichen Produkten, die derzeit in der Ukraine gelagert werden, aufgrund des fehlenden Weitertransports sowie den Transport von Erzen, Stahl und Maschinen erheblich erleichtern.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine haben laut DB 450.000 Flüchtlinge die in Deutschland angebotenen kostenlosen Zugfahrten genutzt, die jetzt auch digital verfügbar sind.

Intermodale Ganzzüge transportierten Hilfsgüter in die Ukraine, darunter Lebensmittel, Trinkwasser, Generatoren und Erste-Hilfe-Sets, über Krakau in Polen direkt zu Terminals in der Nähe von Kiew. Die DB berichtet, dass 400 Containerladungen auf der Schiene und weitere 400 auf der Straße angeliefert wurden.

DB und UZ haben neue Routen für Massengüter wie Getreide, Eisenerz und Sonnenblumenöl gefunden. Über Häfen am Schwarzen Meer und in Polen wurden Container in die EU geliefert.

In Deutschland hilft die DB Geflüchteten aus der Ukraine bei der Arbeitssuche durch ein Beratungstelefon und Beratungsstellen, die in Berlin, Köln und Frankfurt bei der Bundesagentur für Arbeit eingerichtet sind. Das Programm umfasst auch Orientierungs- und Sprachkurse. In den vergangenen drei Monaten wurden mehr als 1.500 Vorstellungsgespräche geführt und 30 Flüchtlingen feste Stellenangebote für Stellen als Dolmetscher, Ingenieure und Rekrutierungskoordinatoren unterbreitet.

„Ukrainische Eisenbahner leisten derzeit etwas Beeindruckendes“, sagt Lutz. „Sie bringen das Land voran. Trotz wiederholter Angriffe auf Straßen und Bahnhöfe geht der Betrieb weiter.

„Weil nur ein funktionierendes Eisenbahnsystem der Schlüssel für den zukünftigen Wiederaufbau des Landes sein wird, braucht die Ukraine neben dem EU-Beitrittsprozess ausreichende finanzielle Mittel und die Integration in TEN-V.“

„Der für unser Land so wichtige Transport von Personen und Gütern erfolgt auf der Schiene“, sagt der Botschafter der Ukraine in Österreich, Herr Vasyl Khymynets. „Ich bin daher sehr dankbar, dass die Ukrainische Eisenbahn seit Beginn des schrecklichen Krieges von anderen europäischen Bahnen umfassend unterstützt wurde und dass es mit dieser Erklärung nun ein neues gemeinsames Engagement der CER gibt.“

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