Wie Deutschland plant, qualifizierte Ausländer anzuziehen und einen 85-Milliarden-Dollar-Schaden für die Wirtschaft zu vermeiden

Wie Deutschland plant, qualifizierte Ausländer anzuziehen und einen 85-Milliarden-Dollar-Hit zu vermeiden

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Deutschlands Regierungskoalition hat die Eckpfeiler gesetzt, um das Einwanderungssystem zu überarbeiten, um das Land für qualifizierte Arbeitskräfte attraktiver zu machen und Hunderttausende von Stellen zu besetzen, teilte eine Regierungsquelle Reuters am Freitag mit.

Zu den Reformen gehört die Einführung einer sogenannten „Opportunity Card“, die Menschen das Recht gibt, auf der Grundlage eines Punktesystems eine Arbeit in Deutschland zu suchen, wobei Sprachkenntnisse, Berufserfahrung und Verbindung zu Deutschland zu den Kriterien gehören, sagte die Quelle.

Deutschlands Innen- und Arbeitsminister wollen Europas größte Volkswirtschaft zu einem Einwanderungsziel machen, da der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften mit einer alternden Bevölkerung steigt, die eine demografische Zeitbombe für Deutschlands gesetzliches Rentensystem und ein Risiko für das Wirtschaftswachstum darstellt.

„Deutschland braucht qualifizierte Fachkräfte, um wirtschaftlich erfolgreich zu bleiben“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil am Freitag. Eine Studie des Arbeitsministeriums geht davon aus, dass die Lücke zwischen Nachfrage und Angebot an Fachkräften bis 2026 auf rund 240.000 Menschen anwachsen wird.

Das Kabinett werde bis Mitte November über diese Eckpunkte entscheiden, und ein Gesetzentwurf werde im ersten Quartal nächsten Jahres erwartet, sagte die Quelle.

Zu den angestrebten Reformen gehören Erleichterungen bei der Anerkennung ausländischer Qualifikationen, die Erlangung eines längerfristigen Aufenthalts bei Erwerbstätigkeit und der Abbau von Hindernissen für die langfristige Rekrutierung von Spitzenwissenschaftlern.

So sollen beispielsweise Personen, die für einen Sprachkurs nach Deutschland gekommen sind, bis zu 20 Stunden in der Woche Teilzeit arbeiten können und die Mindestlöhne zum Erhalt der EU-weiten Blauen Karte als Arbeitserlaubnis für Hochschulabsolventen bzw diejenigen mit beruflicher Qualifikation.

Eine Vorrangprüfung für Ausländer, die zur Aufnahme einer Ausbildung nach Deutschland einreisen, wird abgeschafft, d. h. es bedarf keiner Bescheinigung der Bundesagentur für Arbeit, dass kein deutscher Bewerber durch einen Ausländer für den Ausbildungsplatz verdrängt wird.

Qualifizierte Nicht-EU-Bürger sollen auch ohne vorherige förmliche Anerkennung ihrer Berufsqualifikation nach Deutschland einreisen können.

Berlin erwägt sogar einen „bedingten und bedingten Zugang unabhängig von der Qualifikation“ für den Fall eines akuten Arbeitskräftemangels in bestimmten Branchen.

Im Ausland wird Deutschland sein Angebot an Sprachkursen und -prüfungen ausbauen und gleichzeitig bezahlbarer machen. Darüber hinaus ist geplant, das Angebot an Berufsbildungsgängen mit integriertem Deutschunterricht, insbesondere im Pflegebereich, auszubauen. (Reuters)

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