„Das Prinzip der Hoffnung reicht nicht aus“: So will Merkel eine schärfere Schlussfolgerung ziehen – die Politik

Die Zahl der Infektionen ist höher als erwartet, die Todesfälle steigen, kein Bundesstaat liegt unter der Hotspot-Schwelle – ein landesweiter Rückzug aus der Entspannung über Weihnachten und die Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Korona-Epidemie stehen bevor Ansatz.

Und damit einher geht eine Debatte darüber, ob die Interventionen, die Bund und Länder Ende Oktober und im November beschlossen haben, zu schwach waren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) möchte sich nun rasch mit dem Ministerpräsidenten beraten, ob vor Weihnachten strengere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten.

„Dies wird eine sehr schwierige Situation“, sagte Merkel am Montag gegenüber der Fraktion des Europäischen Parlaments. Mit den entscheidenden Maßnahmen und dem Prinzip der Hoffnung „werden wir den Winter nicht überstehen“.

Es könnte die lockere Urlaubsregel – private Treffen von bis zu zehn Personen über 14 Jahren bis zum 1. Januar – landesweit aufheben. In Berlin hat der Senat bereits entschieden, dass die vorherige und nachfolgende Beschränkung auf fünf Personen aus zwei Haushalten auch während der Ferien gelten würde.

Wird es eine frühe Runde der Bundesländer geben?

Der Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD), sagte, er habe bemerkt, „dass sich viele der Berliner Straße anschließen“. Als Leiter der Ministerpräsidentenkonferenz will er nun auch so klingen, als würde eine frühe Bundeslandrunde vereinbart.

Müller wies jedoch auch darauf hin, dass die derzeitige Auflösungssituation an Orten und Regionen mit sehr vielen Fällen bereits drastische Maßnahmen zulässt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) haben zu einem zügigen Treffen aufgerufen.

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In Nordrhein-Westfalen hat Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) die Angleichung an die härtere Linie Bayerns gefordert. Der Deutsche Krankenhausverband hat gefordert, die Weihnachtsbeleuchtung zumindest an Orten mit sehr hoher Inzidenz zurückzuziehen.

Angesichts der Entwicklung hat die Kanzlei in letzter Zeit eine zunehmende Bestätigung erfahren. „Die Bundesregierung hat die ganze Zeit gesagt: Wir wollen mehr tun“, betonte Bundeskanzler Helge Braun (CDU).

Drücken Sie Neuinfektionen unter den kritischen Wert

„Wenn die Kontakte wie in Frankreich und Belgien streng begrenzt waren, bestand das Ziel darin, die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen auf unter den kritischen Wert von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen zu senken“, sagte Braun.

Das sind derzeit bundesweit 156 Fälle. Dies würde bedeuten, dass der derzeitige teilweise Ausschluss in der Wirtschaft ausgeweitet würde, dass es mehr öffentliche Beschränkungen einschließlich Ausgangssperren geben würde und dass strengere Maßnahmen auch in Schulen ergriffen würden. Braun erwähnte Fernunterricht und eine Verlängerung des Urlaubs, wenn er nicht für Reisen genutzt wird.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt, nach der Genehmigung von Impfstoffen drei Bevölkerungsgruppen Vorrang einzuräumen: Bewohner von Altersheimen, Personen über 80 Jahre und besonders gefährdete Gesundheitspersonal. Letztere sind hauptsächlich Mitarbeiter in Notaufnahmen und Mitarbeiter, die in engem Kontakt mit den besonders gefährdeten Gruppen stehen. Insgesamt fallen für diese Erstimpfung rund 8,6 Millionen Menschen in die drei Kategorien.

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