Deutschlands 2,5-Milliarden-Euro-Kulturfonds bisher „kaum genutzt“

Deutschlands 2,5 Mrd.

Der im Dezember 2020 angekündigte staatlich unterstützte Versicherungstopf wurde eingeführt, um es Veranstaltungsplanern zu ermöglichen, für das dritte und vierte Quartal 2021 ohne das finanzielle Risiko eines möglichen Covid-Ausbruchs zu planen.

Laut dem deutschen Nachrichtenmagazin wurden Mitte Dezember 2021 nur 44 Millionen Euro aus dem Fonds beantragt Spiegel, der einen Bericht des Staatsministers für Kultur an den Haushaltsausschuss der Regierung eingeholt hat.

Von diesem Betrag wurden 40 Millionen Euro aus der „Wirtschaftshilfe“ in Höhe von 1,9 Milliarden Euro beantragt, die zum Ausgleich finanzieller Verluste für in Unterkapazitäten organisierte Live-Events dient, um auf die Einschränkung von Covid-19 zu reagieren.

Die restlichen 4 Millionen Euro wurden aus dem 600 Millionen Euro umfassenden „Ausfallschutz“-Pool angefordert, mit dem bis zu 90 % der Verluste durch die Absage von abgesagten Veranstaltungen und Shows aufgrund der Pandemie gedeckt werden.

Trotz der bescheidenen Anzahl von Nominierungen, heißt es in dem Bericht, habe der Fonds eine „große Resonanz“ bei den Organisatoren gefunden.

„Förderprogramme [may be] so kompliziert, dass möglichst wenig Geld bei den Menschen ankommt, die dringend Hilfe brauchen“

Der Staatsminister für Kultur weist darauf hin, dass Anträge auf die beiden Fördertöpfe erst nachträglich gestellt werden können, wenn die jeweilige Veranstaltung bereits stattgefunden hat.

Allerdings nach Spiegel, liegt die Zahl der erfassten Förderveranstaltungen deutlich über der Zahl der tatsächlichen Anträge: Bisher wurden rund 23.400 Veranstaltungen zur Wirtschaftshilfe erfasst, was einem Fördervolumen von bis zu 795 Millionen Euro entspricht.

Etwa die Hälfte der Anmeldungen entfallen auf Konzerte und Festivals und 40 % auf Darbietungen der darstellenden Künste.

Zur Ausfallsicherung wurden bisher rund 2.000 Veranstaltungen erfasst, was einem maximalen Fördervolumen von rund 859 Mio. € entsprechen würde. Fast drei Viertel dieser Anmeldungen entfallen auf Konzerte und Festivals.

Dem Bericht zufolge ist damit zu rechnen, dass „Anzahl und Volumen der Anfragen in den kommenden Wochen und Monaten dramatisch ansteigen werden, da in der aktuellen Pandemie-Situation Veranstaltungen vermieden oder zunehmend abgesagt werden.“

Es bleibt abzuwarten, wie viele Mittel bewilligt werden.

Die linke Haushaltssprecherin Gesine Lötzsch sagte: „Ich habe den Eindruck, dass Förderprogramme so kompliziert sind, dass möglichst wenig Geld bei den Menschen ankommt, die dringend Hilfe brauchen.


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