Kulturelle Zusammenarbeit im Team fördern durch gemeinsames Mindmapping

Selbst wenn es keine Sprachbarriere gibt, kann die kulturübergreifende Kommunikation in der Geschäftswelt manchmal eine Herausforderung darstellen. Jede Kultur hat ihre eigenen stillschweigenden Annahmen und Tendenzen, wenn es um persönliche Interaktionen geht. Der Versuch, seinen Standpunkt effektiv zu vermitteln, kann deshalb manchmal schwierig sein. Das Ziel ist es, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der sich alle wohlfühlen.

Brainstorming und Mindmapping

Brainstorming-Sitzungen können die Kommunikation im Team fördern und sind auch eine schnelle Art, um Projekte voranzubringen. Sie erlauben es, Erkenntnisse und Ideen auszutauschen und untereinander zu kommunizieren. Dafür gibt es viele praktische Tools, die genutzt werden können: Das Team kann zum Beispiel gemeinsam eine kreative Mind Map erstellen und sie mit Ideen füllen, um Gedanken zu einem Projekt zu sammeln und die weiteren Arbeitsschritte daran zu planen. Mindmaps sind Wörternetze, die verschiedenen Themenpunkte radial anordnen und sie, je nach Relevanz, verbinden. Sie können auch mit Farben und Zeichnungen gestaltet werden.

Mindmaps sind nicht an kulturelle Normen gebunden, wodurch es keine Barrieren gibt und sie von allen gemeinsam genutzt werden können. Bestimmte Teamaktivitäten und Übungen enthalten in der Unternehmenswelt manchmal Inhalte, die nur für eine oder wenige Kulturen relevant sind. Das ist bei Mindmaps normalerweise nicht der Fall, wobei Teamleiter dennoch darauf achten sollten. Die gute Kommunikation bei der Erstellung einer Mindmap sorgt dafür, dass sich niemand ausgeschlossen fühlt und jeder zum Brainstorming und der Ausarbeitung von Ideen und Projektplänen beitragen kann.

Erleben Mitarbeiter Sprachbarrieren, kann es manchmal schwierig sein, Besprechungen oder Brainstorming-Sitzungen zu folgen. Da Mindmaps Themen anhand von Begriffen beschreiben und auch mehr Interaktion erlauben als vorgetragene Inhalte während einer Konferenz, können sie einfacher zu verstehen sein.

Veränderte Arbeitsumgebung durch digitales Arbeiten

Das Coronavirus hat die Teamarbeit verändert. Viele Arbeitnehmer waren ab Mitte 2020 gezwungen, von zu Hause aus zu arbeiten und viele tun dies auch heute noch. In den Stellenanzeigen werden immer häufiger auch Stellen erwähnt, die online ausgeübt werden können. Online-Jobs könnten also auch nach der Pandemie noch weiter bestehen. Virtuelle Arbeitsumgebungen können auch sehr positiv sein, mehr Flexibilität bieten und die standortunabhängige Arbeit möglich machen.

Glücklicherweise hat sich die Arbeitswelt den veränderten Bedingungen angepasst und es werden heute für die Arbeit im Home-Office diverse Tools für die Kommunikation mit Teamkollegen und Managern genutzt. Zoom-Konferenzen gehören inzwischen bei virtuellen Arbeitssituationen zum Standard und auch ähnliche Tools für Videogespräche, die Konversationen mit mehreren Teilnehmern zulassen, werden verwendet. Firmen nutzen oft webbasierte Plattformen zur gemeinsamen Arbeit an Projekten und Kundenaufträgen.

Was bedeutet virtuelle Kommunikation für Teamleiter?

Die vorwiegend virtuelle Kommunikation im Team kann für Teamleiter eine neue Herausforderung darstellen. Am besten sollten Manager dafür genügend Erfahrung in einer Management-Position besitzen und besonders gut organisiert sein, so ein Artikel der ZEIT zum Thema. “Interkulturelle Handlungskompetenz, Empathie und gutes Selbstmanagement runden das Profil einer erfolgreichen Führungskraft für virtuelle Teams ab”, heißt es weiter. Außerdem sollten Manager “verstehen, wie Gruppen ticken”.

Eine große Herausforderung bei der erfolgreichen Teamkommunikation ist zum Beispiel die Lösung von Konflikten und Missverständnissen. Treten Meinungsverschiedenheiten auf, können diese nicht selten am nächsten Tag bei der Arbeit im Büro wieder ausgeglichen werden. Doch arbeiten Mitarbeiter ausschließlich zu Hause oder sind nur zu bestimmten Zeiten im Büro und verpassen sich womöglich, ist es schwieriger, diese zu beseitigen.

Hürden bei der virtuellen Zusammenarbeit umgehen

Manchmal gibt es bei der virtuellen Zusammenarbeit auch mögliche Hürden, die auftreten können. Videokonferenzen können zwar sehr praktisch sein, da sie Zeit sparen und Teilnehmer dabei nicht an einen Standort gebunden sind, doch der fehlende persönliche Austausch kann dazu führen, dass Missverständnisse auftreten. Selbst bei Video-Besprechungen ist es nicht immer für alle Teilnehmer möglich, per Video teilzunehmen. Manchmal erlauben es technische Probleme nur, mit einem Profilbild live zu einer Besprechung zu schalten. Kommunikationsmittel wie Körpersprache und Gesten fallen somit weg, was die Kommunikation erschweren kann. Gibt es Sprachbarrieren, könnten Mitarbeiter Probleme haben, Ideen und Konzepte zu verstehen, wenn der persönliche Austausch fehlt. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, schriftliche Notizen einzubinden, so wie in Form von PowerPoint-Präsentationen und auch durch Brainstorming- und andere Gruppenaktivitäten.

Mindmaps müssen nicht zwingend im Team während eines Meetings erstellt werden, sondern können auch zur Verinnerlichung der gehörten Inhalte nach Besprechungen dienen. Diese Mindmaps können dann wiederum beim nächsten Team-Meeting besprochen werden.

Es ist in der Geschäftswelt sehr wichtig, dass Mitarbeiter das Gefühl erhalten, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Dadurch wird Vertrauen gebildet und es ist eine stärkere Teambildung und produktivere Arbeitsweise möglich. Für Teamleiter ist es wichtig, unterschiedlichen interkulturellen Hintergründen in einem Team offen zu begegnen und Akzeptanz und Aufgeschlossenheit an erster Stelle zu setzen.

In einem Artikel der New York Times schreibt Kelley Holland: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, die Unterschiede in einem multikulturellen Team zu verstehen und zu akzeptieren und sie dann zu nutzen, um die Art und Weise, wie das Team Situationen analysiert und Entscheidungen trifft, zu verbessern.“

Mindmaps und andere Tools und Techniken sind ideal dafür, Arbeitsweisen im Team zu stärken. Zwar gibt es Einschränkungen bei der virtuellen Zusammenarbeit – wie vor allem der fehlende persönliche Austausch. Jedoch steckt diese neue Arbeitsweise auch voller Möglichkeiten und Vorteile für die Kommunikation und Zusammenarbeit.

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