MT Melsungen in der Handball-Bundesliga in Füchse Berlin

Im Spitzenspiel der Handball-Bundesliga musste MT Melsungen am Samstagabend trotz der Pause 30:32 gegen Füchsen Berlin zugeben.

Berlin – Nach drei Siegen in Folge erlitt das Handball-Bundesliga-Team MT Melsungen eine weitere Niederlage. Im Spitzenspiel in Füchsen Berlin verlor Nordhessen 30:32 (14:13). Mehr wäre möglich gewesen, wie unsere schnelle Untersuchung zeigt:

Wie emotional war die Rückkehr von Torhüter Silvio Heinevetter an den alten Arbeitsplatz?

Aufgrund des koronabezogenen Saisonendes im Sommer erhielt der Nationaltorhüter im Frühjahr keinen angemessenen Abschied. Vor dem Start am Samstagabend haben die Füchse alles erfunden: Die besten Szenen aus seiner Zeit in Berlin wurden wieder auf dem Videobildschirm gezeigt: Danke Heine! Dann dankte der Präsident von Füchse, Frank Steffel, dem 36-Jährigen für elf Jahre im Trikot der Hauptstadt.

War Heinevetter auch in der Startaufstellung?

Gudmundur Gudmundsson, Trainer von Melsungen, wollte sich nicht im Voraus äußern. Der Isländer verlässt sich jedoch auf die langjährige Erfahrung des Torhüters. Und Heinevetter parkte in der ersten Minute gegen Jacob Holm und Lasse Andersson. Sein Amtskollege und ehemaliger Kollege Dejan Milosavlyev stach jedoch auch in der Anfangsphase hervor. Da beide Teams im Angriff viel individuelle Qualität haben, mussten die Finalisten eine Reihe von Tests meistern – denen sie absolut ebenbürtig waren.

Wie war das Spiel in der Max-Schmeling-Halle?

Es war die intensive Begegnung, die erwartet wurde. Im Vergleich zum Heimsieg gegen Bergische HC gab es bei MT einen Personalwechsel. Finn Lemke, der das koronabedingte Trainingsdefizit wettmachte, kehrt in den inneren Block neben Arnar Freyr Arnarsson zurück. Felix Danner kommt später für den Arnasson-Treffer ins Gesicht. Die Melsungers hatten zunächst Probleme – vor allem mit dem flinken Füchse-Regisseur Jacob Holm. Und bei dem Angriff lief es zunächst nicht wie geplant – zu viele Tickets. Gudmundsson hatte keine andere Wahl, als nach 16 Minuten eine Auszeit und ein 6-8-Defizit zu nehmen.

Wurde Melsungs Spiel danach besser?

Auch die Berliner mit ihren starken Verteidigern Mijailo Marsenic und Jakov Gojun machten es den Besuchern nicht leicht. Deshalb braucht man etwas mehr gesunden Menschenverstand – wie um 8: 8 von Timo Kastening zum Kempa-Pass von Kai Häfner (19.). Oder um 10: 9 von Kastening auf einem Pass von Lasse Mikkelsen (22.). Das MT hat das Spiel nun unter Kontrolle. Nur nervig aus nordhessischer Sicht: Sie haben die Schwächen der Heimmannschaft zu wenig bestraft. Es war jedoch erfreulich, dass der junge Mann, Ole Pregler, um 13:12 Uhr verstarb, nachdem er Julius Kühn ersetzt hatte, und Kastening kurz vor der Pause einen heftigen Wurf auf 14:13 Uhr machte. Die Ruhezeit zählt.

Was haben die Melsungers mit der kurzen Pause nach dem Wechsel gemacht?

Sie erweiterten es: Yves Kunkel um 15:13 Uhr (31.) und Mikkelsen mit einer hervorragenden Einzelleistung um 16:13 Uhr (32.). Jetzt war klar: In der Max-Schmeling-Halle ist etwas möglich. Umso mehr, als Heinevetter lange an die alten Kollegen dachte. Marino Maric schaffte es um 18:15 (36.). Dass es nicht viel bedeutet, zeigte das Ergebnis nach 41 Minuten: 19:19. Noch mehr: die 21:20 und 22:20 der Berliner von der starken Lasse Andersson. Mit einigen Fehlern im Angriff brachten die Melsungers den Teilnehmer der europäischen Liga wieder ins Spiel.

Könnte Melsungen antworten?

Mindestens der sechste Tisch blieb in Schlagdistanz. Die Berliner um den genauen Hans Lindberg haben nun jedoch den zerrissenen Eindruck hinterlassen. Wie vor einer Woche brauchte Melsungen ein Testament. Und die deutlich verbesserten Mikkelsen und Kastening machten es 27:27 (55.). Auch weil der eingewechselte Nebojsa Simic gegen Lindberg parierte. Mit dem dritten Sieg in der Geschichte der Bundesliga in Berlin war es immer noch nichts. Die Berliner waren zu schlau für diese Nacht.

Gab es Aufregung?

Die Berliner haben sich daher besonders in den ersten 30 Minuten sehr häufig beschwert. Die Schiedsrichter Sebastian Grobe und Adrian Kinzel waren nicht beeindruckt.

Wer waren die besten Torschützen?

In Melsungen waren Kastening (7/1), Häfner, Kühn (je 6) und Mikkelsen (5) am erfolgreichsten. Lindberg traf elf Mal in der Nähe von Berlin (sechs davon sieben Meter).

(Björn Mahr)

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