Umfrage beleuchtet Gedanken zur Lebensmittelsicherheit in Deutschland

Laut einer Umfrage hält die Hälfte der Deutschen im Inland gekaufte Lebensmittel für sicher.

Laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) bewerten Verbraucher die Sicherheit von in Deutschland gekauften Lebensmitteln generell als hoch. Nur 15 % gaben an, sich nicht oder überhaupt nicht sicher zu sein.

Die Umfrage wird alle sechs Monate durchgeführt und die neuesten Ergebnisse stammen von 1.001 Personen Anfang August.

Fast 40 % gaben an, dass die Ernährungssicherheit im Land zunimmt, 36 % gaben an, dass sie gleichbleibe, und ein Viertel dachte, sie würde abnehmen. Die Zahl der Personen, die sagen, dass die Lebensmittel unsicher sind, und die der Meinung sind, dass die Lebensmittelsicherheit abnimmt, ist im Vergleich zu einer früheren Ausgabe der Umfrage leicht gestiegen.

Basierend auf einer Liste von Themen waren die Menschen am besten informiert über gentechnisch veränderte Lebensmittel und Mikroplastik in Lebensmitteln. Die Hälfte kannte Listeria und ein Viertel Campylobacter.

Fast zwei Drittel machten sich Sorgen um Mikroplastik, aber nur jeder Fünfte machte sich Sorgen um Listerien und 12 % um Campylobacter.

Die Menschen fühlten sich besser über Lebensmittelhygiene zu Hause informiert. Nur 11 % gaben an, sehr gut über Listerien in Lebensmitteln und 7 % über Campylobacter Bescheid zu wissen.

„Der BfR-Verbrauchermonitor belegt, dass das Vertrauen in die Sicherheit von Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs insgesamt hoch ist. Das widerspricht der weit verbreiteten Annahme, dass Verbraucherinnen und Verbraucher weithin misstrauisch sind“, sagte BfR-Vorstandsvorsitzender Andreas Hensel.

Tunesische und marokkanische Arbeit
Unterdessen trafen sich deutsche und tunesische Beamte im Oktober, um einen lebensmittelbedingten Ausbruch zu simulieren.

Die Bemühungen sind Teil der Unterstützung des BfR und des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Ernährung (BVL) für Tunesien bei einem Projekt zur Unterstützung des afrikanischen Landes bei der Umsetzung seines Lebensmittelsicherheitsgesetzes ab 2019.

Rund fünfzig tunesische Vertreter trafen sich in Tunis zu einem Praxistest des Krisenmanagementsystems. Das BVL und das BfR waren bei der tunesischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (INSSPA) und der Risikomanagementbehörde (ANCSEP) beteiligt.

Deutsche Stellen passten die Übung an die Gegebenheiten in Tunesien an und teilten ihr Wissen zu Krisenvorsorge, Ausbruchsbekämpfung und Krisenkommunikation.

Auch Verbraucher außerhalb Tunesiens profitieren, so das BfR, denn mit der zunehmenden Globalisierung der Lieferkette können sich lokale lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche über Grenzen hinweg und in mehrere Länder ausbreiten.

Das BVL veranstaltet außerdem im Dezember eine Veranstaltung, um Ansätze und Instrumente zur Untersuchung von Ausbrüchen anhand von Beispielen aus Vorfällen in Deutschland auszutauschen.

Der kostenlose Workshop in Berlin am 7. und 8. Dezember umfasst Referenten aus Bundes- und Landesbehörden. Die Teilnehmer erhalten aktuelle Informationen zu Listerien, viralen Krankheitserregern und neuen Typisierungstechniken zur Ausbruchserkennung.

Schließlich diskutierten Beamte des BfR und der marokkanischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ONSSA) bei einem Treffen Anfang dieses Monats die Risikobewertung.

Marokko ist ein wichtiger Handelspartner für Deutschland und ein Abkommen zwischen den beiden Agenturen wurde 2021 unterzeichnet.

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