DFB verlängert Partnerschaft mit Sportwetten-Anbieter Bwin

In diesem Jahr steht für die deutsche Nationalmannschaft ein wichtiges sportliches Jahr an, denn bereits im November dieses Jahrs wird es zum ersten großen Turnier unter der Führung von Hans-Dieter Flick kommen. Der Ex-Bayern-Trainer kann es kaum abwarten, mit seiner Mannschaft nach Katar zu reisen und um den Weltmeistertitel zu konkurrieren. In diesem Jahr scheint die Mannschaft zudem deutlich besser aufgestellt, weshalb ihr unter Flick deutlich höhere Chancen für den Turnier-Sieg angerechnet werden, als es noch unter Joachim Löw der Fall war. Im Sport geht es allerdings nicht nur um das sportliche, sondern vielmehr auch um Finanzen und Kooperationen.

Auf der eigenen Website listet der DFB derzeit 13 verschiedene Sponsoren und Partner der Nationalmannschaft, welche allesamt unterschiedliche Rechte besitzen. Dies ist allerdings auf die ausgehandelten vertraglichen Inhalte zurückzuführen. Allerdings stellt sich hierbei schnell heraus, dass Adidas und VW als die größten Sponsoren der deutschen Nationalmannschaft gelten.

Verlängerung mit Buchmacher Bwin bis 2026

Als einer der größten Partner des deutschen Fußballbundes zählt derzeit der Buchmacher Bwin, welcher seine Partnerschaft mit dem DFB erfolgreich vorzeitig verlängern konnte. Prinzipiell setzt der DFB darauf, langfristig mit denselben Partnern zusammenzuarbeiten und gemeinsam an den Zielen zu schrauben. Die Partnerschaft mit dem Bookie Bwin dauert bereits seit 2017, weshalb rückblickend von 5-6 erfolgreichen Jahren gesprochen werden konnte. Aus diesem Grund soll die Zusammenarbeit noch kein Ende finden, da die Kooperation einvernehmlich bis 2026 verlängert wurde.

Für den DFB selbst bedeutet dies regelmäßige Einnahmen im 2-stelligen Millionenbereich durch nur einen Sponsor. Aus finanzieller Sicht ist der DFB auf die Sponsorings angewiesen, dennoch konnte die Verlängerung mit dem Sportwetten-Anbieter als leicht überraschend betrachtet werden. Aus moralischer Sicht waren die Vorwürfe groß, denn insbesondere illegales Glücksspiel kann Suchterkrankungen schnell fordern. Ob ein Glücksspiel-Anbieter tatsächlich eine Lizenz hat, ist für den normalen Mensch nur schwer erkennbar. Aus diesem Grund hilft bereits ein Blick auf Casinopilot24.com.

Zusätzliche Werberechte für Bwin

Der Sportwetten-Anbieter konnte sich mit der Verlängerung der Partnerschaft zusätzliche Werberechte sichern. Die neuen Werberechte greifen ab dem 1. Juli 2022 und umfassen Werbung im DFB-Pokal der Männer als auch das DFB-Pokal-Finale der Frauen. Außerdem konnte sich Bwin Werberechte für die 3. Liga, die FLYERALARM Frauen-Bundesliga und die Frauen-Nationalmannschaft sichern.

Hierbei handelt es sich um Stadionwerbung, als auch die Integration und Werbung auf den sozialen Kanälen des DFBs.

Kritik an Verlängerung mit Sportwetten-Anbieter

Viele Vereine, Verbände und auch Fans forderten den DFB dazu auf, die Partnerschaft mit Sportwetten-Anbieter Bwin nicht zu verlängern. Die Marke des Glücksspiels-Konzerns Entain gilt als weltweit vertretender Sportwetten- und Glücksspiel-Anbieter. Zudem werden in dieser Branche Unsummen an Umsätzen und Gewinn erzielt, weshalb im vergangenen Jahr ein Rekordwachstum von 9,4 Milliarden Euro verzeichnet werden konnte. Somit konnte das bisherige Rekordjahr von 2019 (9,3 Mrd. Euro) leicht geschlagen werden. In dieser Branche steckt folglich eine Menge Geld, weshalb Sportvereine- und -Verbände immer wieder dazu tendieren, sich einen Sportwetten-Anbieter als Kooperations-Partner an Board zu holen. Für viele allerdings gilt dies als moralisch verwerflich, weshalb es immer wieder zu Diskussionen rund um dieses Thema führt.

Nichtsdestotrotz steht in der heutigen Zeit das Geld im Vordergrund, während professionelle Sportvereine gewinnbringend unterwegs sein müssen. Folge dessen kommt es oftmals vor, dass ein Sportwetten-Anbieter gleich mehrere Vereine in derselben Liga sponsort.

Gefahren der Spiel- und Wettsucht

Glücksspiel und Sportwetten gelten in der heutigen Zeit noch immer als ein zweischneidiges Schwert. Zum einen gelten sie für viele Menschen nur als ein kleines Hobby, auf welches sie mehr oder weniger regelmäßig zurückgreifen. Der Hauptzweck des Ganzen ist in dem Moment die Unterhaltung, während die Hoffnungen auf einen hohen Geldgewinn aufrechterhalten wird. Je nach Herangehensweise des Spielers kann dies unterschiedlich ausfallen, weshalb letzten Endes meist der Verlust zu Buche steht. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um bewusste Entscheidungen, das eigene Geld auszugeben, um eventuell einen höheren Geldbetrag zu gewinnen.

Dennoch gelten auch die Stimmen der Gegenseite als immens laut, welche das Glücksspiel und Sportwetten auf Teufel komm raus verteufeln. Für diese Menschen gibt es kaum etwas gefährlicheres als Glücksspiel, weshalb es negativer nicht angesehen werden kann. Grund hierfür ist die bekannt Spiel- und Wettsucht, welche bereits eine Vielzahl an Leben ruiniert hat. Betroffene sind nicht mehr im Stande, bewusst richtige Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Vielmehr verfallen sie in eine Spielsucht, weshalb verdientes Geld rausgeschleudert wird. Dies ist in der Folge meist nicht ausreichend, weshalb nun auch noch Schulden angehäuft werden, um damit Glücksspiel-Schulden bezahlen. Selbstverständlich wird dieses Geld für Glücksspiel ausgegeben, da das Ganze ja multipliziert werden soll. Leider funktioniert dies nur in den seltensten Fällen, weshalb betroffene Glücksspielsüchtige auf ihrem angehäuften Schuldenberg sitzen bleiben. Die eigene Zukunft ist ruiniert, denn in den nächsten Jahren müssen die angehäuften Schulden allesamt wieder beglichen werden.

Verteufelung der Partnerschaft mit dem DFB

Die Anschuldigungen an den ohnehin moralisch fragwürdigen DFB sind in der heutigen Medienlandschaft immens groß, doch dies hält die Verantwortlichen des DFBs nicht von der Partnerschaft ab. Vielmehr möchte der deutsche Fußball-Bund die Partnerschaft nutzen, um gemeinsam gegen Risiken der Spiel- und Wettsucht aufzuklären. Integritätsseminare sollen abgehalten werden. In Puncto Suchtgefahr soll hierbei besondere Aufklärungsarbeit betrieben werden, weshalb bereits die Vereine selbst über die herrschenden Gefahren aufgeklärt werden sollen.

Der DFB möchte direkt an der Basis ansetzen, um der Suchtgefahr im Sport keine Chance zu lassen. Letzten Endes handelt es sich allerdings um die üblichen Floskeln im Fußball, weshalb mit diesem Aussagen überwiegend Schadensbegrenzung in Sachen Image und Ansehen betrieben wird. Glücksspiel-Werbung wird in Deutschland als nicht allzu kritisch angesehen, da sie in jeder Halbzeit-Werbung eines Fußballspiels zu sehen ist. Letzten Endes steht immer das Geld im Vordergrund, während andere Dinge überwiegend aus Imagegründen geheuchelt werden.

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